Ex-Präsident der Jacobs University: "Habe keine Forderungen gestellt"

Peitgen will Abfindung spenden

Bremen. Nach der Diskussion um seine Abfindung in sechsstelliger Höhe will der Ex-Präsident der Jacobs University, Heinz-Otto Peitgen, einen Teil spenden.
20.01.2014, 19:44
Lesedauer: 1 Min
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Nach der öffentlichen Diskussion, um die sechsstellige Abfindungssumme für den ehemaligen Präsidenten der privaten Jacobs University, Heinz-Otto Peitgen, hat sich nun Peitgen selbst zu Wort gemeldet.

Er bestätigte, dass er von der Jacobs Foundation 800.000 Euro erhalten hat. Er betonte aber auch: „Es war von Anfang an klar, dass die finanziellen Folgen der Beendigung meiner Tätigkeit weder von der Jacobs University noch vom Land Bremen getragen werden sollen. Eine andere Möglichkeit hätte ich nicht hingenommen, verfolgt oder akzeptiert.“

Er selbst habe im Zuge der Verhandlungen über seine Vertragsauflösung keine Forderungen gestellt, so Peitgen weiter. Die Hälfte des Geldes sei mittlerweile beim Finanzamt gelandet. Von dem Geld, das ihm bleibt, will Peitgen nach eigener Aussage einen Großteil spenden. Wann und an wen er spenden will, ließ der ehemalige Uni-Präsident jedoch offen.

Auch ob er einen Teil des Geldes seiner ehemaligen Hochschule zukommen lässt, sei noch nicht entschieden. „Die Jacobs University, ihre Studenten und Mitarbeiter liegen mir nach wie vor sehr am Herzen“, sagte Peitgen, „ich habe in Bremen aber auch viele andere Projekte kennengelernt, bei denen ich mir eine Spende vorstellen könnte.“ Zu weiteren Details seines Ausscheidens wollte Peitgen sich nicht äußern. Darüber sei Vertraulichkeit vereinbart worden, erklärte er.

Peitgens Abfindung war Anfang des Jahres bekannt – und zu einem Politikum – geworden. Die Jacobs University befindet sich seit Jahren in finanziellen Schwierigkeiten. Bis 2017 erhält sie jährlich drei Millionen Euro vom Land Bremen. Danach, so sieht es ein Vertrag zwischen der Hochschule, dem Land und dem Hauptgeldgeber, der Jacobs Foundation, vor, muss sie einen weitgehend ausgeglichenen Haushalt präsentieren. Vor diesem Hintergrund hatte es Kritik an der Abfindung für Peitgen gegeben – Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) hatte öffentlich betont, dass dafür kein Bremer Geld verwendet werde.

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