Überstunden beim Castor-Transport Polizei fordert bessere Planung bei Großeinsätzen

Bremen. Seit Dienstagabend sind die 190 Polizistinnen und Polizisten, die Bremen für die Absicherung des Castor-Transports gestellt hatte, wieder zu Hause. Für die Polizeigewerkschaft waren die Zustände, unter denen die Beamten arbeiten mussten, ein "Skandal erster Güte".
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Bremen. Seit Dienstagabend sind die 190 Polizistinnen und Polizisten, die das kleinste Bundesland für die Absicherung des Castor-Transports gestellt hatte, wieder zu Hause. Sechs Tage lang waren sie unterwegs. Die Stimmung unter den Bereitschaftspolizisten ist gekennzeichnet von Empörung und Erschöpfung.

Über 30 Stunden mussten manche Einheiten in der Kälte, Nässe und Dunkelheit im unwegsamen Gelände ausharren, bis sie endlich abgelöst wurden. Mussten sie auf Toilette, blieb den Beamten nichts anderes übrig, als sich im Wald oder auf einem Feld einen Platz zu suchen. Für die Nacht hatten die Polizisten eigene Schlafsäcke mitnehmen müssen. Wer keinen besaß, musste ihn sich von Freunden leihen.

"Ein Skandal erster Güte", wetterte der Vorsitzende der Bremer GdP Horst Göbel. "Ich mag gar nicht daran denken, dass übermüdete Kolleginnen und Kollegen nach so langer Zeit noch Fahrzeuge führen und schnell  Entscheidungen treffen mussten."

Die GdP forderte, derartige Großeinsätze künftig von vornherein so zu planen, dass die Einsatzzeiten der Beamten auf ein Normalmaß reduziert werden. Die Einsatzbedingungen der Bremer Polizei beim Castor-Transport hat unterdessen zu einer kleinen Anfrage von Bündnis 90 / Die Grünen geführt.

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