Bremer CDU-Landesvorsitzende über ihre ersten 100 Tage Rita Mohr-Lüllmann zieht Bilanz

Bremen. Regierungen werden oft genug nach 100 Tagen im Amt auf den Prüfstand gestellt. Was hatten sie sich vorgenommen? Was haben sie erreicht? Die Bremer CDU-Landesvorsitzende, Rita Mohr-Lüllmann, hat am Montag freiwillig Bilanz gezogen.
02.07.2012, 14:04
Lesedauer: 1 Min
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Rita Mohr-Lüllmann zieht Bilanz
Von Frauke Fischer

Bremen. Für eine Rückschau hatte Rita Mohr-Lüllmann am Montag Medienvertreter zu einem Gespräch eingeladen. Im März war Mohr-Lüllmann zur neuen Landesvorsitzenden der CDU gewählt worden. 100 Tage später fühlt sie sich auf einem guten Weg, versicherte die Partei-Chefin. „Das war kein leichter Start“, erinnert sie sich an die ausufernde Personaldebatte im Vorfeld der Wahl.

Vorangegangen waren dieser Wahl eine deutliche Spaltung der CDU, Grabenkämpfe um den Vorsitz mit dem Fraktionsvorsitzenden Thomas Röwekamp, schließlich eine Mitgliederbefragung. Dem „großen Ziel des Gemeinschaftsgefühls“ sieht die Landesvorsitzende ihre Partei deutlich näher.

Während es gleich nach der Wahl im März hieß, Rita Mohr-Lüllmann habe mit damals 69 Prozent der Stimmen deutlich weniger auf sich vereinen können als erwartet, hatten sich vorher ein Großteil der Mitglieder für die Kandidatin ausgesprochen. Möglichen Fragen nach ihrer deutlich zurückgegangenen Präsenz in der Öffentlichkeit kam die Politikerin gestern zuvor: „Ich habe meine Arbeit intensiv nach innen gerichtet“, erklärte sie ihre sich selbst gestellte vorrangige Aufgabe. Mit dieser Arbeit, der Kommunikation und Vernetzung zwischen und innerhalb der Stadtbezirke und Gremien werde sie fortfahren. „Bis zur Sommerpause, vielleicht auch noch danach. Das ist viel Arbeit“, sagte sie.

„Tiefe Verletztheiten“ gelte es einzufangen, sprach sie die bekannt gewordenen Grabenkämpfe zwischen verschiedenen Gruppierungen innerhalb der Partei an. Dazu gehörte auch das Verhältnis zur Bremerhavener CDU um deren Kreisvorsitzenden Michael Teiser. Er hatte sich im Vorfeld der Wahl für Thomas Röwekamp ausgesprochen. „Der Kontakt ist wieder aufgebaut, ich hole mir auch im Vorfeld Rat bei ihm in bestimmten Fragen“, sagte Rita Mohr-Lüllmann.

Eine Personalie gab ihr am Montag Grund für eine Vorstellung: Sie präsentierte mit Emanuel von Boeselager den Landesgeschäftsführer. Er ist 30 Jahre alt und war zuletzt in der Bundesgeschäftsstelle der Seniorenunion der CDU in der Assistenz der Geschäftsführung tätig.

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