Kommentar zum Facebook-Bild

Röwekamp hat Mäurer öffentlich bloßgestellt

Thomas Röwekamp hat Ulrich Mäurer öffentlich bloßgestellt. Das ist ein grobes Foul im Umgang der Bremer Politiker untereinander, meint Nina Willborn.
30.08.2019, 20:16
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Röwekamp hat Mäurer öffentlich bloßgestellt
Von Nina Willborn
Röwekamp hat Mäurer öffentlich bloßgestellt

Mäurer war auf dem Bild, während Andreas Bovenschulte sprach, augenscheinlich weggenickt. (Symbolbild)

Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Gäbe es in der Politik Schiedsrichter – Thomas Röwekamp hätte für das von ihm bei Facebook veröffentlichte Bild des schlafenden Ulrich Mäurer wegen groben Fouls verwarnt werden müssen. ­Natürlich war die Situation verlockend. Und menschlich nachvollziehbar ist der Impuls, sie bildlich festzuhalten, auch. Zumal für einen Vertreter der Opposition. Senator nickt bei Rede des eigenen Bürgermeisters ein, das gehört sich nicht. Ein schönes Eigentor von Mäurer. Und wer hat nicht schon selbst per Whatsapp Bilder verschickt, die Freunde oder Kollegen in ungünstigen Situationen zeigen oder sonstige Malheure aller Art?

Aber genau da liegt auch ein Unterschied: Es ist etwas anderes, das in (relativ) privatem Rahmen zu tun oder auf der Plattform eines sozialen Netzwerks mit Riesen-Reichweite. Thomas Röwekamp hat Ulrich ­Mäurer öffentlich bloßgestellt und damit kein gutes Beispiel für einen fairen Umgang der Bremer Politiker miteinander gegeben. Zumal genau dieses Thema durch die neue Fraktion der AfD in der Bürgerschaft im Moment ein besonders sensibles ist – was Röwekamp, wie seine letzte Rede bewies, auch deutlich bewusst ist.

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