Rot-grüne Koalition in Bremen Rosenkötter verzichtet auf Staatsratsposten

Bremen. Bremens bisherige Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter lehnt es ab, als Staatsrätin nach Berlin zu gehen. Unterdessen haben die Grünen bestätigt, dass Joachim Lohse neuer Umweltsenator werden soll.
20.06.2011, 13:59
Lesedauer: 1 Min
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Bremen. Die Grünen in Bremen haben ihre Liste für die Senatoren in der neuen Landesregierung präsentiert: Karoline Linnert bleibt Senatorin für Finanzen, Joachim Lohse (parteilos) ist als Umweltsenator vorgesehen, Anja Stahmann als Sozialsenatorin.Ingelore Rosenkötter hat unterdessen angekündigt, nicht die Vertretung Bremens in Berlin zu übernehmen.

Schon lange im Gespräch, nun ist es amtlich: Der parteilose Kasseler Stadtbaudezernent Joachim Lohse wird neuer Senator für Umwelt, Bau und Verkehr. Am Sonntag hatte er sich der grünen Verhandlungskommission für den Koalitionsvertrag mit den Sozialdemokraten vorgestellt und die 12-köpfige Runde offenbar überzeugt.

Jedenfalls lobt die grüne Landesvorsitzende Susan Ella-Mittrenga einige starke Seiten, die sie in dem Nachfolger von Reinhard Loske sieht: scharfes ökologisches Profil, Kompetenzen im Management komplexer politischer Prozesse sowie kommunalpolitische Erfahrungen – auch wenn er sein Kasseler Amt erst seit 2010 ausübt. Am kommenden Montag wird sich Lohse der Mitgliederversammlung der Grünen vorstellen, die den Koalitionsvertrag mit der SPD absegnen wird.

Karoline Linnert soll weiterhin Senatorin für Finanzen bleiben, Anja Stahmann das Amt von Ingelore Rosenkötter als Sozialsenatorin übernehmen. Rosenkötter kündigte unterdessen an, nicht nach Berlin als Nachfolgerin von Kerstin Kießler in die Vertretung Bremens zu wechseln. "Ich werde das Bürgerschaftsmandat annehmen und in der SPD-Fraktion engagiert mitarbeiten", sagte Rosenkötter. Sie wolle so dem "enormen Vertrauensbeweis", den die Wähler durch ihre Stimmabgabe ausgedrückt hätten, gerecht werden. Bürgermeister Jens Böhrnsen bedauerte, Rosenkötter nicht als weiteres Mitglied im Senat halten zu können, zeigte aber Verständnis für Rosenkötters Entschluss, den Lebensmittelpunkt in Bremen behalten zu wollen: "Ingelore Rosenkötter hat das Amt der Sozialsenatorin in schwieriger Zeit mit zwei Untersuchungsausschüssen in politischen Kernbereichen, nämlich Kindeswohl und Krankenhäuser, übernommen", so Böhrnsen. "Ich bin mir sicher, mit ihren Kompetenzen als Senatorin, als frühere Präsidentin des Landessportbundes und Geschäftsführerin eines Wohlfahrtverbandes wird sie großartige Arbeit als Abgeordnete in der Bürgerschaft leisten." (ach/rk)

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