Bremer Bildungsbehörde bietet Gespräch an Schüler beraten über Forderungen

Bremen. Das Schülerkollektiv „Fort Bildung“, das in der vergangenen Woche mit Schulbesetzungen auf sich aufmerksam gemacht hat, hat jetzt einen Forderungskatalog vorbereitet. Es soll als Grundlage für Gespräche mit der Bildungsbehörde dienen.
13.09.2011, 05:00
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Schüler beraten über Forderungen
Von Matthias Lüdecke

Bremen. Das sogenannte Schülerkollektiv „Fort Bildung“, das in der vergangenen Woche mit Schulbesetzungen auf sich aufmerksam gemacht hat, hat jetzt einen Forderungskatalog vorbereitet. Man habe intensiv an der Zusammenfassung und Strukturierung der bisher gesammelten Forderungen und der Kritik gearbeitet und sie in die Bereiche „Mehr Geld für Bildung“, „Demokratisierung (Beteiligung der Betroffenen an politischen Entscheidungen)“ und „Besseres Bildungssystem und gute Lernbedingungen“ gegliedert, heißt es in einer Erklärung. Derweil berichtet uns ein User via Twitter, dass die Oberschule am Leibnizplatz besetzt sei.

Die nach Angaben eines Sprechers, von zwei Gruppen mit jeweils 30 Teilnehmern ausgearbeitet worden sind. Das Ergebnis soll am Dienstag in einer Vollversammlung vorgestellt, diskutiert und beschlossen werden. Es soll als Grundlage für die Gespräche mit der Bildungsbehörde dienen, die dem Kollektiv in der vergangenen Woche angeboten worden sind. Am Mittwoch hatte „Fort Bildung“ mit mehr als 100 Schülern das Gymnasium an der Hamburger Straße besetzt, um gegen die Bremer Bildungspolitik zu protestieren. Tags darauf waren die Schüler ins Kippenberg Gymnasium gezogen um zu verdeutlichen, dass der Protest sich nicht gegen eine spezielle Schule richtet.

Besprechen wollen die Schüler am Dienstag auch, wie man das gesamte Kollektiv an den Gesprächen beteiligen kann. Man arbeite momentan an technischen Lösungen wie einer Direktübertragung oder der Einbeziehung von Online-Wortmeldungen, erklärte ein Sprecher. Denn: Ein kleiner Kreis widerspreche der Idee größtmöglicher Beteiligung. Eingesetzt werden könnte die Technik dann auch bei Gesprächen mit anderen politischen Vertretern. Die Bürgerschaftsfraktion der Grünen habe bereits ein Gespräch angeboten, heißt es aus dem Kollektiv, von den anderen Parteien erhoffe und erwarte man weitere Angebote. Die Linke und die Piratenpartei haben den Protest der Schüler inzwischen öffentlich begrüßt.

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