Delegiertenversammlung in der Vahr

Sieling als Direktkandidat gekürt

Bremen. Carsten Sieling soll für die SPD bei der Bundestagswahl im Herbst erneut das Direktmandat im Wahlkreis Bremen-Stadt (Bremen I) erringen. Für die Kandidatur bekam die Unterstützung von 94 der 97 Delegierten.
08.12.2012, 05:00
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Sieling als Direktkandidat gekürt
Von Wigbert Gerling

Bremen. Carsten Sieling soll für die SPD bei der Bundestagswahl im Herbst kommenden Jahres erneut das Direktmandat im Wahlkreis Bremen-Stadt (Bremen I) erringen. Für die Kandidatur bekam er gestern Abend im Bürgerzentrum Vahr die Unterstützung von 94 der 97 sozialdemokratischen Delegierten.

Drei stimmten gegen ihn. Eine entsprechende Unterstützung der Wähler vorausgesetzt, könnte Sieling, Jahrgang 1959, dann 2013 seine zweite Legislaturperiode antreten. Am Vorabend hatte die SPD-Wahlkreis-Delegiertenkonferenz Uwe Beckmeyer zum Direktkandidaten für den Wahlkreis Bremen II (Bremerhaven) gewählt.

Carsten Sieling war vom SPD-Ortsverein Steintor/Peterswerder als Direktkandidat für den Wahlkreis in Bremen-Stadt vorgeschlagen worden. In der Hansestadt gehörte er ab 1995 der Bürgerschaft an und war dort vor seinem Einzug in den Bundestag der Chef der Parlamentsfraktion. 2009 löste er Volker Kröning im Bundestag ab.

Sieling machte keinen Hehl daraus, dass er sich für ein Regierungsbündnis der SPD mit den Grünen auf Bundesebene einsetzen wird. In der politischen Arbeit stehe für ihn "die Gerechtigkeit ganz im Vordergrund". Dies hänge unmittelbar mit seinem Fachgebiet der Finanz- und Steuerpolitik zusammen. Er werde sich in der kommenden Legislaturperiode im Bund dafür engagieren, dass die – derzeit ausgesetzte – Erhebung einer Vermögenssteuer wieder auf die Tagesordnung komme. Diese Abgabe komme direkt den Ländern zugute und würde entsprechend auch nach Bremen fließen. Bei der Debatte über den Länderfinanzausgleich werbe er für eine Regelung, die dazu führe, Bremen von den Altschulden zu entlasten.

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