Inoffizielle Umbenennung

Sielwallkreuzung mit neuem Namen

Bremen. Das Eck hat einen neuen Namen - zumindest inoffiziell: Ein Schild an einer Ampel der Sielwallkreuzung verweist auf den „Laye-Condé-Platz“. Unbekannte haben es montiert, um wohl auf das Schicksal des mutmaßlichen Drogendealers aufmerksam zu machen.
30.07.2014, 15:08
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Bremen. Das Eck hat einen neuen Namen - zumindest inoffiziell: Ein Schild an einer Ampel der Sielwallkreuzung verweist auf den „Laye-Condé-Platz“. Unbekannte haben es montiert, um wohl auf das Schicksal des mutmaßlichen Drogendealers aufmerksam zu machen.

Condé starb im Jahr 2005, nachdem ihm zwangsweise Brechmittel eingeflößt worden war.

Die Initiative in Gedenken an Laye Condé, die sich seit Längerem für einen dauerhaften Gedenkort für Condé einsetzt, habe mit der inoffiziellen Umbenennung nichts zu tun, sagt Sprecherin Gundula Oerter auf Anfrage. „Aber wir finden das natürlich gut."

Für Robert Bücking, Leiter des zuständigen Ortsamts Mitte/Östliche Vorstadt, ist das neue Schild vor allem eine politische Intervention, jedoch keine ernsthafte Umbenennung. „Ich finde es im Moment aber wichtiger, dass die Debatte in der Bürgerschaft geführt wird.“ Entsprechende Initiativen seien von den Beiräten Mitte und Östliche Vorstadt ausgegangen.

Er sei jedoch nicht damit einverstanden, dass der Polizei und anderen Institutionen pauschal Rassismus vorgeworfen werde, so Bücking weiter. „Ich laufe aber nicht rum und hänge Schilder ab.“ (jör)

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