Bremische Bürgerschaft

SPD und Linke benennen Fraktionschefs

Bremen. Gleich zwei Parteien in der Bürgerschaft haben am Mittwoch ihre Fraktionsspitzen benannt. Für die SPD ist Björn Tschöpe im Amt bestätigt worden, die Linken haben Kristina Vogt an die Spitze ihrer Fraktion gewählt.
08.06.2011, 16:50
Lesedauer: 2 Min
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Bremen. Gleich zwei Parteien in der Bürgerschaft haben am Mittwoch ihre Fraktionsspitzen benannt. Für die SPD ist Björn Tschöpe im Amt bestätigt worden, die Linken haben Kristina Vogt an die Spitze ihrer Fraktion gewählt.

Björn Tschöpe ist der alte und neue Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Das haben die Abgeordneten der Fraktion am Mittwochnachmittag entschieden.

"Es gab eine Nein-Stimme und zwei Enthaltungen, teilte ein Sprecher mit. Zu stellvertretenden Fraktionschefs wurden Sybille Böschen und Karin Garling gewählt. Tschöpe sagte, der klare Vertrauensbeweis sei ein großer Ansporn für ihn. "Unsere Aufgabe wird es sein, unter den extrem schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen weiterhin eine erfolgreiche Politik in unseren beiden Städten zu machen."

Kristina Vogt ist die neue Fraktionsvorsitzende der Bremer Linken in der Bürgerschaft. Die fünfköpfige Fraktion hat die 45-jährige Rechtsanwaltsfachangestellte am Mittwoch einstimmig an die Spitze gewählt. Als ihre Stellvertreter werden künftig Klaus-Rainer Rupp und Cindi Tuncel agieren.

Nach ausgiebigen internen Streitereien hat die Linke eine neue Fraktionsspitze bestimmt - die allerdings nur noch aus einer Chefin statt aus einem Führungsduo besteht. Im Wahlkampf waren Kristina Vogt und Klaus-Rainer Rupp noch als Doppelspitze angetreten. Nun setzte sich letztlich Vogt als alleinige Vorsitzende durch.

Der neue Fraktionsvorstand löst die Doppelspitze von Monique Troedel und Peter Erlanson ab. Der Vorsitz wird alle zwei Jahre neu zur Wahl gestellt. Die beiden Stellvertreterposten rotieren im Jahrestakt.

Die frisch gewählte Fraktionsvorsitzende Kristina Vogt lebt seit mehr als 25 Jahren im Bremer Westen. Die 45-jährige Rechtsanwaltsfachangestellte ist alleinerziehende Mutter und sieht die Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit in der Bildungspolitik, im Kampf gegen Sozialabbau und Rassismus. Seit 2010 ist Kristina Vogt Mitglied des Landesvorstands der Linken.

Außer der Fraktionsspitze legte die Linke zudem ihre fachpolitischen Zuständigkeiten fest. Claudia Bernhard soll sich künftig um die Themen Frauen, Arbeit und Stadtentwicklung kümmern. Peter Erlanson steht für Soziales, Gesundheit und Kultur.

Klaus-Rainer Rupp ist Ansprechpartner für Finanzen, Wirtschaft und Umwelt. Jugend, Migration, Sport und Friedenspolitik werden von Cindi Tuncel betreut. Und die neue Fraktionschefin Kristina Vogt ist für Bildung, Inneres, Recht, und Internationales zuständig.

Die Fraktion der Linken will sich bei ihrer Arbeit künftig auf eine stärkere Vernetzung in den Stadtteilen konzentrieren. Sie kündigte an, in den kommenden vier Jahren enger mit sozialen Bewegungen, Gewerkschaften und Initiativen zusammen zu arbeiten.

Die CDU hatte bereits kurz nach der Wahl ihren bisherigen Fraktionschef Thomas Röwekamp im Amt bestätigt und Spitzenkandidatin Rita Mohr-Lüllmann zu seiner Stellvertreterin ernannt.

(ssu/jop/dpa)

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