Mitglieder sollen befragt werden

SPD: Wettstreit um Nachfolge des Landeschefs

Noch ist Dieter Reinken amtierender SPD-Landeschef. Beim mutmaßlichen Wettstreit um seine Nachfolge sollen die Mitglieder per Briefwahl entscheiden. Als Favoriten gelten Sascha Aulepp und Mustafa Güngör.
12.01.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
SPD: Wettstreit um Nachfolge des Landeschefs
Von Wigbert Gerling

Noch ist Dieter Reinken amtierender SPD-Landeschef. Beim mutmaßlichen Wettstreit um seine Nachfolge sollen die Mitglieder per Briefwahl entscheiden. Als Favoriten gelten Sascha Aulepp und Mustafa Güngör.

Die Osterholzer Sozialdemokraten treffen sich am Mittwoch um 19.30 Uhr in der OT-Gaststätte an der Walliser Straße. Die Ortsvereinsvorsitzende Susanne Kröhl sagte, für dieses Treffen sei ein Tagesordnungspunkt eingeplant: eine mögliche Bewerbung von Mustafa Güngör für die Nachfolge von Reinken.

Dass es zu einem Duell Aulepp-Güngör kommt, gilt in Parteikreisen als höchst wahrscheinlich. Güngör erklärte auf Nachfrage in den vergangenen Wochen immer, er kommentiere eine mögliche Kandidatur nicht und wolle das Votum seines Ortsvereins Osterholz abwarten.

Der scheidende SPD-Chef Reinken hatte im Dezember betont, dass eine Mitgliederbefragung eingeleitet wird, wenn es mehr als einen Kandidaten für seine Nachfolge gäbe, über die voraussichtlich nach Ostern auf einem Landesparteitag abgestimmt wird. Einzelheiten zur Mitgliederbefragung will der sozialdemokratische Landesvorstand am Freitag festlegen.

4300 Mitglieder

Personalvorschläge können aus den Ortsvereinen kommen, aus Arbeitsgemeinschaften, dem Landesvorstand oder den Führungen der Unterbezirke. Damit nach einer Mitgliederbefragung ein Personalvorschlag dem – noch nicht terminierten – Landesparteitag vorgelegt werden kann, müssen Antwortzettel von mindestens 20 Prozent der bremischen Sozialdemokraten eingehen. Bei einer Mitgliederzahl von derzeit 4300 müssten sich demnach 860 SPD- Mitglieder an der Befragung beteiligen. Vorgeschlagen wird die Kandidatin oder der Kandidat, die oder der die meisten Stimmen bekommen hat.

Anders als früher soll offenbar festgelegt werden, dass für die Mitgliederbefragung die Briefwahl bindend ist. Als die Partei Mitte 2010 die Frage klären wollte, ob Karin Jöns oder Andreas Bovenschulte die Führung übernehmen soll, gab es keine Briefwahl. Als vor gut zehn Jahren entschieden werden sollte, ob Jens Böhrnsen oder Willi Lemke das Bürgermeisteramt erhalten soll, gab es Briefwahlunterlagen nur auf Antrag.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+