Bremer Verkehrsdepu berät über Vorschlag Stern: Pufferzone soll kommen

Bremen. Folgt die Verkehrsdeputation am 8. April dem Vorschlag des Amtes für Straßen und Verkeh, dann bekommt der Stern demnächst eine zwei Meter breite Pufferzone zwischen Radweg und Fahrbahn.
25.03.2010, 05:00
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Von Elke Gundel

Bremen. Folgt die Verkehrsdeputation am 8. April dem Vorschlag des Amtes für Straßen und Verkehr (ASV), dann bekommt der Stern demnächst eine zwei Meter breite Pufferzone zwischen Radweg und Fahrbahn. In der Vorlage für die Deputation wird die Lösung präsentiert, für die sich, wie berichtet, auch schon der Beirat Schwachhausen ausgesprochen hatte. Die Pufferzone soll zunächst ein Jahr lang ausprobiert und vorerst nur mit gelben Klebestreifen markiert werden: Nach sechs Monaten, so der Vorschlag des ASV, soll eine Zwischenbilanz zu den Erfahrungen mit der neuen Verkehrsregelung gezogen werden.

Wie berichtet, muss Bremens berühmtester Kreisverkehr, der Stern in Schwachhausen, dringend saniert werden: An vielen Stellen ist das Pflaster ruiniert. Gleichzeitig ist der Kreisel wegen hoher Unfallzahlen ein Sorgenkind. Also dachten Verkehrsplaner und Polizei darüber nach, wie der Knotenpunkt, den auch noch eine Straßenbahntrasse kreuzt, entschärft werden kann. Der erste Vorschlag des ASV, den Radweg abzuschaffen und die Radler künftig mit den Autofahrern auf eine gemeinsame Spur zu schicken, löste einen Sturm der Entrüstung aus. Auch Verkehrssenator Reinhard Loske (Grüne) konnte der Idee nichts abgewinnen. So wurde neu nachgedacht und dabei auch das Planungsbüro SHP Ingenieure aus Hannover eingeschaltet.

Insgesamt sind nach Amtsangaben fast 50 Anregungen von Bürgern beraten und abgewogen worden. Die Idee von SHP: ein vier bis fünf Meter breiter Schutzstreifen zwischen Radweg und Straße. Das würde vor allem den toten Winkel verkleinern: Autofahrer, die den Stern verlassen wollen, könnten dann Radfahrer besser sehen.

Doch für eine so breite Pufferzone ist nicht genug Platz. Kompromissvorschlag: Der Schutzstreifen wird nur zwei Meter breit. Handelskammer und ADAC lehnen diese Variante ab. Der Fahrrad-Club ADFC ist zwar nicht begeistert, trägt die Lösung aber mit.

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