Protestcamp auf dem Marktplatz Studenten schlagen Zelte auf

Bremen. Eine Handvoll Campingzelte stehen vor dem Haus der Bürgerschaft. Darin haben sich Studierende der Uni Bremen und der Hochschule Bremen eingerichtet.
28.07.2014, 00:00
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Studenten schlagen Zelte auf
Von Sara Sundermann

Eine Handvoll Campingzelte stehen vor dem Haus der Bürgerschaft. Darin haben sich Studierende der Uni Bremen und der Hochschule Bremen eingerichtet. Sie haben zum Protestcamp aufgerufen und kritisieren die geplanten Kürzungen an den Hochschulen der Stadt. Die Studierenden wollen bleiben, bis der Wissenschaftsplan 2020 am Dienstag vom Senat beschlossen werde, sagen sie.

Nicht der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta), keine Fachschaft oder konkrete politische Gruppe stehe hinter dem Protest, sagt Keno Hefemeyer, der zu den Studierenden im Campinglager auf dem Marktplatz gehört. „Das Protestcamp ist direkt aus verschiedenen Studiengängen heraus entstanden“, sagt der 25-Jährige. Er studiert Politik und Kulturwissenschaften an der Uni und rechnet damit, dass sich auf dem Marktplatz rund 20 bis 30 Studierende einfinden. „Geplant ist, dass 24 Stunden lang Leute von uns vor Ort sind“, sagt er.

Dafür haben die Studierenden Tee, Bücher, Gitarren und Musik mitgebracht – und natürlich Informationsmaterial. Durch das Zeltlager könne man mehrere Tage lang permanent Passanten auf die Folgen des Wissenschaftsplans aufmerksam machen, sagen die Protestcamper. „Ich studiere keines der Fächer, die durch den Wissenschaftsplan bedroht sind“, sagt Anna Siewert, die ebenfalls mitcampiert. „Aber die Folgen der Kürzungen betreffen uns alle.“ Die 26-Jährige studiert Kommunikations- und Medienwissenschaften an der Uni. Dort ist wie berichtet vor allem der Studiengang Psychologie durch einen Prüfauftrag von der Schließung bedroht – an der Hochschule sind insgesamt fünf Studiengänge bedroht.

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