Kommentar zur Vonovia und der Deutsche Wohnen

Torschlusspanik

Vonovia hat den Aktionären der Deutsche Wohnen ein neues Kaufangebot gemacht, um den Konzern zu übernehmen. Das wirkt wie Torschlusspanik, meint Florian Schwiegershausen.
02.08.2021, 19:44
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Torschlusspanik
Von Florian Schwiegershausen
Torschlusspanik

Die Zentrale der Deutsche Wohnen in Berlin - hier möchte Vonovia einziehen und den Wohnungskonkurrenten übernehmen.

Christoph Soeder/DPA

Vonovia lässt nicht los von der Deutsche Wohnen. Vorstandschef Rolf Buch hat das Übernahmeangebot je Aktie auf 53 Euro erhöht und hofft doch noch auf eine Mehrheit. Für den ersten missratenen Versuch macht er die Hedgefonds verantwortlich. Sie hätten auf einen höheren Preis spekuliert. Allerdings befürchten einige Aktionäre im Konzert mit allen Vonovia-Aktionären weniger Mitspracherecht als zuvor bei der Deutsche Wohnen. Andere wollen mit Vonovia prinzipiell nichts zu tun haben.

Buch will den Deal vor der Wahl abschließen, weil eine neue Bundesregierung ihm diesen Schritt madig machen könnte. Am Ende liegt es an Vonovia selbst: Wenn sie bei der geplanten Übernahme genauso fehlerhaft vorgehen sollte wie bei manchen Nebenkostenabrechnungen, gegen die Mieter in der Vergangenheit erfolgreich klagten, wird auch jetzt nichts aus der Hochzeit mit der Deutsche Wohnen. Buch müsste sich danach womöglich beruflich ein neues Dach über dem Kopf suchen. Vielleicht rührt auch daher der Eindruck von Torschlusspanik.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+