Angestellte Lehrer streiken erneut Trillerpfeifen zum Ferienanfang

Für einige Schüler könnten die Osterferien in Bremen und Niedersachsen etwas früher beginnen. Grund: Die angestellten Lehrer wollen erneut streiken.
24.03.2015, 00:00
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Trillerpfeifen zum Ferienanfang
Von Nikolai Fritzsche

Für einige Schüler könnten die Osterferien etwas früher beginnen. Grund: Die angestellten Lehrer wollen erneut streiken. Mit größerem Unterrichtsausfall rechnen aber weder die Bildungsbehörde noch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die in Bremen rund 1000 und in Niedersachsen etwa 500 Mitglieder zum Ausstand aufgerufen hat. "Es läuft gut", sagte der Bremer GEW-Landesvorstandssprecher Christian Gloede am Dienstag.

Nachdem auch die dritte Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) vergangene Woche ohne Ergebnis geblieben war, hat die GEW für diese Woche Streiks in ganz Deutschland angekündigt. Die angestellten Lehrer in Bremen legen bereits heute die Arbeit nieder. „Wir wollen vor den Osterferien noch mal deutlich machen, dass die Arbeitgeber sich bewegen sollen“, erklärte der Geschäftsführer der Bremer GEW, Andreas Staets. Der nächste Verhandlungstermin ist nämlich der 28. März. Dann sind die Schulen leer, und die Lehrer haben keine Möglichkeit, Druck auf die Arbeitgeber auszuüben.

„Dass die Arbeitgeber in der ersten Runde kein Angebot machen, kommt öfter vor. Dass sie das aber auch in der dritten noch nicht tun, habe ich in 15 Jahren bei der GEW noch nicht erlebt“, sagte Staets. Christian Gloede ergänzte: „Für den Fall, dass die Länder sich nicht bewegen, wollen wir auf Kampfmaßnahmen bis hin zum Erzwingungsstreik vorbereitet sein“ – ein unbefristeter Ausstand also.

Die TdL verlangt, dass die Beschäftigten im öffentlichen Dienst als Gegenleistung für Lohnerhöhungen hinnehmen, dass bei der Altersversorgung gekürzt wird. Das lehnen die Gewerkschaften ab. Ihre Forderung lautet 5,5 Prozent mehr Lohn.

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