Mehr Platz für die Partygänger geplant Umgestaltung der Bremer Diskomeile zieht sich

Schon seit 2012 gibt es konkrete Pläne, das Schmuddel-Image der Bremer Diskomeile zu beseitigen. Zwei Millionen Euro soll die Umgestaltung kosten, doch wann die Arbeiten beginnen, ist noch unklar.
29.05.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Umgestaltung der Bremer Diskomeile zieht sich
Von Pascal Faltermann

Schon seit 2012 gibt es konkrete Pläne, das Schmuddel-Image der Bremer Diskomeile zu beseitigen. Zwei Millionen Euro soll die Umgestaltung kosten, doch wann die Arbeiten beginnen, ist noch unklar.

Die Ziele sind klar: Das Schmuddel-Image der Bremer Diskomeile soll beseitigt, das Sicherheitsgefühl der Feiernden erhöht und die Partystimmung gesteigert werden. Die Maßnahmen, um dieses Ergebnis zu erreichen, stehen seit 2012 fest. Die Partyzone soll in verschiedenen Farben leuchten, die Straße vor der Meile für Autofahrer während der Waffenverbotszone gesperrt und die Flanierstrecke breiter werden. Die Umgestaltung der Partymeile ist geplant, stockt aber.

Stadtplaner arbeiten schon lange an dem Konzept, das für mehr Sicherheit in der Partyzone sorgen soll. Es gibt konkrete Vorstellungen, wie der Breitenweg künftig aussehen soll – doch davon ist nicht viel zu sehen. Also beschäftigten sich die Mitglieder der Innendeputation erneut mit dem Sachstand.

Zu wenig Platz für die Besucherströme

Eines der Hauptprobleme: Es ist zu wenig Platz für die Besucherströme. Warteschlangen vor den Diskotheken, pilgerndes Partyvolk, Fahrradfahrer und Biertrinker an den Ecken kreuzen die Wege und kommen sich ins Gehege. Um genügend Abstand zu halten, fehlt allerdings der Platz.

Aus diesem Grund soll es für den motorisierten Verkehr ab 2017 wahrscheinlich ab der Kreuzung Herdentorsteinweg nur noch einspurig aus der Stadt heraus gehen. Der Vorteil daran: Die flanierenden Diskomeilen-Besucher könnten die Fahrbahn nutzen und der Radweg von 4,50 Meter auf sieben Meter verbreitert werden. Der Raum für die Fußgänger wird größer. Konflikte und Streitigkeiten sollen damit verringert werden, da mehr Platz für den „Begegnungsverkehr“ vorhanden sein wird.

Doch damit nicht genug: Es wird zudem über eine Sperrung der stadtauswärtigen Fahrspur des Rembertirings von Hausnummer 7 bis 21, im Zeitraum der Waffenverbotszone (22 bis 6 Uhr), diskutiert. Die Innenbehörde plant, dass diese Variante mit einer mechanischen Sperrung durch eine Schranke zunächst für die Dauer eines Jahres erprobt und anschließend überprüft wird. Erst dann solle entschieden werden, ob die Planungen so aufrechterhalten bleiben. Die Hochstraße ist von beiden Maßnahmen ausgenommen. Wenn alles klappt, geht es ab 2018 los.

PS-Angeberei soll eingedämmt werden

Einen positiven Nebeneffekt erhofft sich die Polizei dadurch: Das protzige Schaufahren von hochmotorisierten Autos könnte eingedämmt werden. Die zunehmende PS-Angeberei sorge laut den Beamten auf der Diskomeile für erhebliche Probleme.

Für diese und weitere geplante Maßnahmen, wie die Neugestaltung der Straßenbeläge, eine zusätzliche Fußgänger-Querung des Rembertirings oder das Licht-Konzept sind 2,05 Millionen Euro im Haushalt angemeldet. Wenn über den Haushalt entschieden ist und damit die Gelder freigegeben werden, will das Amt für Straßen und Verkehr laut Stadtplaner Wilhelm Petry im Jahr 2017, spätestens aber 2018 mit den Arbeiten beginnen.

Die Abgeordneten Sükrü Senkal (SPD) und Mustafa Öztürk (Grüne) zeigten sich irritiert darüber, dass die Umsetzung so lange dauert. Senkal kritisierte zudem, dass die Behörde plane, den Durchgang an der Diskothek Stubu und den Zwischenhof am Tower Musikclub mit Toren abzuschließen. „Das geht in eine vollkommen andere Richtung als abgesprochen“, so Senkal. Ursprünglich war geplant, diese Bereiche durch eine bessere Beleuchtung sicherer zu machen will.

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