Kommentar zur Flüchtlingsverteilung Ungleich

Die vielen Flüchtlinge die nach Bremen gekommen sind, wurden ungleichmäßig auf die Stadtteile aufgeteilt. Bremen muss nun die Infrastruktur für diese Quartiere schnell fit machen, findet Sara Sundermann.
14.02.2017, 00:00
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Ungleich
Von Sara Sundermann

Die vielen Flüchtlinge die nach Bremen gekommen sind, wurden ungleichmäßig auf die Stadtteile aufgeteilt. Bremen muss nun die Infrastruktur für diese Quartiere schnell fit machen, findet Sara Sundermann.

Bremen hat bei der Aufnahme von Flüchtlingen vieles gut gemacht, in Zeiten, die nicht ganz einfach waren: Mehr als 12.500 Menschen kamen innerhalb von zwei Jahren neu in die Stadt. Es gab große Bemühungen, allen schnell ein Dach über dem Kopf zu verschaffen. Und auch das ehrenamtliche Engagement für Flüchtlinge ist in Bremen enorm.

Dennoch muss man klar sagen: Wenn in zwei Jahren in einigen Stadtteilen – zum Beispiel in Blumenthal, Gröpelingen und Hemelingen – mehr als 1600 ausländische Einwohner hinzukommen, und in anderen – zum Beispiel im Viertel, in Borgfeld und Oberneuland – nur 130 und weniger, kann von einer gleichmäßigen Verteilung nicht die Rede sein.

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Gerade ärmere Randgebiete nahmen Flüchtlinge auf. Es mag schwer gewesen sein, in dicht besiedelten Quartieren wie dem Viertel leere Gebäude für Flüchtlingsheime zu finden. Und man kann Menschen nicht vorschreiben, wohin sie nach der Zeit im Wohnheim ziehen sollen.

Doch nun ist erkennbar, wo besonders viele Flüchtlinge leben. Das mindeste, was Bremen tun kann, ist die Infrastruktur dieser Quartiere schnell fit dafür zu machen. Vor allem gilt es, dort genug Kita-Plätze zu schaffen und die Schulen gut auszustatten.

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