Nach Überfall auf AfD-Vorsitzenden in Bremen Verdächtige auf freiem Fuß

Bremen. Nach dem Angriff auf den Vorsitzenden der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD), Bernd Lucke, am Sonnabend im Bürgerpark sind die drei 22, 25 und 27 Jahre alten, von der Polizei festgenommenen Männer wieder auf freiem Fuß.
25.08.2013, 14:58
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Bremen. Nach dem Angriff auf den Vorsitzenden der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) Bernd Lucke am Sonnabend im Bürgerpark sind die drei Verdächtigen wieder auf freiem Fuß. Die Polizei hatte drei Männer im Alter von 22, 25 und 27 Jahren aus Emden und Bremen festgenommen. Ihnen wird schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen. Nach Angaben der Beamten ist einer der mutmaßlichen Täter bereits einschlägig bekannt.

Wie berichtet, hatten am Sonnabend Nachmittag bis zu 25, teilweise vermummte Angreifer eine Wahlkampfveranstaltung der „Alternative für Deutschland“ im Bürgerpark überfallartig gestürmt. Acht von ihnen gelang es, die Bühne zu erklimmen. Bei dem Angriff wurden nach Angaben der Polizei 16 Personen leicht verletzt. Den Vorsitzenden der Wählervereinigung stießen die Randalierer von der Bühne, Helfer und Zuhörer wurden mit Pfefferspray attackiert. Währenddessen riefen die Angreifer Parolen. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter aus der linksautonomen Szene stammen. Im Vorfeld habe es keine Hinweise auf die Aktion gegeben.

Beim Eintreffen der zusätzlichen Polizeikräfte vor Ort waren die Angreifer in den Park geflüchtet. Wie sich später herausstellte, wurde während der Verfolgung ein AfD-Helfer mit einem Messer angegriffen. Bei der Abwehr der Waffe habe er sich an der Hand verletzt, berichtete der Zeuge.

Kinder durch Pfefferspray verletzt

Mehr als ein Dutzend Zuhörer der Wahlkampfveranstaltung, darunter zwei sieben und elf Jahre alte Kinder, sowie ein Polizist litten nach der Pfefferspray-Attacke an Augen- und Atemwegsreizungen. AfD-Chef Bernd Lucke indes blieb unverletzt. Die Wahlkampf-Veranstaltung der „Alternative für Deutschland“ sei nach dem Zwischenfall fortgesetzt und um 18.30 Uhr wie geplant beendet worden, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Nach Angaben der AfD ist der Vorfall in Bremen nicht die erste Aktion, die den Wahlkampf der eurokritischen Partei behinderte: In den vergangenen Wochen seien im gesamten Bundesgebiet Wahlplakate zerstört und Wahlkampfhelfer angegriffen worden, heißt es. Zwischenfälle habe es in Lübeck, Lüneburg, Gießen, Göttingen und in Nürnberg gegeben. Die Kritiker werfen der AfD unter anderem vor, rechte Parolen zu vertreten. Die Polizei sucht nach Zeugen. Hinweise nehmen die Beamten des Kriminaldauerdienstes unter der Rufnummer: 0421/3623888 entgegen. (akl)

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