Vereinbarung zur Gleichstellung des Islam

Vertrag mit Muslimen beschlossen

Bremen. Der Staatsvertrag zwischen der Freien Hansestadt Bremen und den Bremer Muslimen ist am Dienstag vom Senat beschlossen worden. Die Vereinbarung soll Ende Januar unterzeichnet werden.
11.12.2012, 14:57
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Vertrag mit Muslimen beschlossen

Männer beim Gebet in der Fatih-Moschee in Gröpelingen: Nach der Unterzeichnung des geplanten Staatsvertrags ist der Bau solcher Moscheen in Bremen prinzipiell erlaubt.

Frank Koch

Bremen. Der Staatsvertrag zwischen der Freien Hansestadt Bremen und den Bremer Muslimen ist am Dienstag vom Senat beschlossen worden. Die Vereinbarung wird jetzt an die Bürgerschaft weitergeleitet und soll Ende Januar unterzeichnet werden.

Durch die Vereinbarung sollen muslimische Gemeinden auch offiziell als Religionsgemeinschaften anerkannt werden. Dadurch ist ihnen zum Beispiel generell der Bau von Moscheen erlaubt. Außerdem werden in Zukunft drei wichtige muslimische Feiertage offiziell anerkannt.

„Der Islam als ihr gelebter Glaube ist längst zu einem festen Bestandteil des religiösen Lebens unserer Hansestadt geworden“, sagte Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD). Der Vertrag bestätige die Freiheit der Religionsausübung der Bremer Muslime. Er bekräftige zudem, dass Religion einen Beitrag als Mittlerin zwischen unterschiedlichen Kulturen und Traditionen leisten könne.

Die Fraktion der Grünen in der Bürgerschaft lobte die Vereinbarung ebenfalls. Der Staatsvertrag setzte positive Impulse für die Gleichstellung des Islam und bringe damit die Integration weiter voran, hieß es in einer Pressemitteilung. „Auch wenn dieser Staatsvertrag auch Symbolcharakter hat, verankert er doch entscheidende Rechte und Pflichten und verbessert die Rechtsstellung des Islam“, sagte Zahra Mohammadzadeh, Sprecherin für Integration und Migration in der Fraktion. (pch)

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+