Kommentar zu Corona-Testzentren

Es darf nicht zu viel erwartet werden

Natürlich ist es sinnvoll, sich am Flughafen auf das Coronavirus testen zu lassen. Doch die neuen Einrichtungen alleine können das Problem der Reiserückkehrer nicht lösen, meint Philipp Jaklin.
01.08.2020, 05:00
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Es darf nicht zu viel erwartet werden
Von Philipp Jaklin
Es darf nicht zu viel erwartet werden

Dem Virus auf der Spur: Ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes zeigt den Wattestab, mit dem beim Corona-Test der Abstrich genommen wird.

Daniel Bockwoldt/DPA

Es gibt sie in Frankfurt, in München und seit Freitag auch an den Flughäfen Bremen und Hamburg: Corona-Testzentren, in denen Reisende überprüfen lassen können, ob sie aus dem Sommerurlaub nicht nur schöne Erinnerungen, Fotos und Souvenirs, sondern vielleicht auch ein tödliches Virus mitbringen.

Diese Zentren sind ein sinnvoller Teil der Seuchenbekämpfung, sollten aber auch niemanden in falscher Sicherheit wiegen. Denn es gibt noch zu viele Ungereimtheiten. Bislang fehlen schlüssige Ideen, wie mit all denjenigen umzugehen ist, die auch weitere Strecken nicht unbedingt mit dem Flugzeug zurücklegen. Viele Deutsche sind, wenn sie nicht zu Hause bleiben, gerade im Corona-Sommer auf den Straßen unterwegs durch Europa. Ob es nun im Campingmobil nach Kroatien geht oder zum Zelten an die französische Atlantikküste – mögliche Infektionsfälle lassen sich praktisch nicht überwachen.

Umso wichtiger ist es, dass Rückkehrer wie Daheimgebliebene verantwortungsvoll handeln und die bekannten Regeln weiterhin beherzigen. Maskenpflicht und Abstandsregeln waren vielleicht nie so wichtig wie in diesen Tagen.

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