IG Metall ruft zu Arbeitsniederlegung auf Warnstreiks am Freitag auch in Bremen

Im Tarifstreit der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie gibt es weiter keine Einigung. Die Vertreter der IG Metall rufen ab Mitternacht zu Warnstreiks auf, auch in Bremen.
28.04.2016, 22:02
Lesedauer: 1 Min
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Warnstreiks am Freitag auch in Bremen
Von Maren Beneke

Im Tarifstreit der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie gibt es weiter keine Einigung. Die Vertreter der IG Metall rufen ab Mitternacht zu Warnstreiks auf, auch in Bremen.

Die dritte Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie hat erneut kein Ergebnis erbracht. Die Vertreter der IG Metall wiesen am Donnerstag in Lübeck und Hannover ein neues Angebot der Arbeitgeberseite als unzureichend zurück. Sie riefen zu ersten Warnstreiks in der Nacht auf, unter anderem bei Daimler in Bremen.

Zuvor hatten die Arbeitgeber ein neues Angebot vorgelegt. Es sieht rückwirkend zum 1. April eine Entgelterhöhung in zwei Stufen von insgesamt 2,1 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent vor bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Die Arbeitgeber seien damit auf die IG Metall zugegangen, um die Verhandlungen voran zu bringen, sagte der Präsident von Nordmetall, Thomas Lambusch.

Die Verhandlungsführerin von Niedersachsen-Metall, Claudia Beckert, sprach von einem Rahmen, den die Unternehmen verkraften können. Der Verhandlungsführer der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, bezeichnete das vorgelegte Angebot als ungenügend. „Die Beschäftigten lassen sich nicht täuschen. Vom Volumen her hat sich nichts getan“, sagte Meinhard Geiken. Das Angebot liege nach wie vor auf historisch niedrigem Niveau. „Wer so etwas vorlegt, muss sich über eine härtere Gangart nicht wundern.“

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Die Gewerkschaft will fünf Prozent mehr Einkommen. In der Nacht gab es Kundgebungen unter anderem bei Premium Aerotec in Nordenham und Varel, bei Airbus in Stade sowie bei Arcelor-Mittal in Hamburg. Für Freitag kündigte die IG Metall Warnstreiks von mehreren Tausend Beschäftigten aus ingesamt 50 Betrieben an. Größere Kundgebungen sind unter anderem bei Airbus in Bremen und Hamburg geplant.

Weitere Warnstreikaktionen soll es laut Gewerkschaft außerdem an den vier Standorten der Lürssen-Werft sowie bei den ­Unternehmen Klöckner Desma und Bosch AS geben.

Mit Material der dpa.

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