Kommentar zur Notbetreuung Wertschätzung drückt sich nicht nur in warmen Worten aus

In Zeiten von Corona zeigt sich, wie wichtig die Arbeit des Kita-Personals ist. Deshalb sollte seine bessere Bezahlung nach der Krise ganz oben auf der politischen Agenda rücken, meint Lisa-Maria Röhling.
26.03.2020, 05:00
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Wertschätzung drückt sich nicht nur in warmen Worten aus
Von Lisa-Maria Röhling

Dieser Tage wird viel applaudiert; im Netz, im Parlament oder von Balkonen. Damit soll Menschen gedankt werden, die trotz der Krise die Infrastruktur aufrechterhalten. Gut gemeint, aber zu kurz gedacht. Denn alleine am Beispiel der Kitas zeigt sich, dass Klatschen nicht genügt: Das Personal muss meist mit schlechter Bezahlung auskommen – und das, obwohl sie nicht nur in der Krise, sondern tagtäglich Übermenschliches leisten. Es ist Zeit für weniger Symbole und mehr Taten.

Aktuell arbeiten zahlreiche Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas im Notdienst, unterstützen die Familien in manchen Fällen telefonisch zu Hause. Das alles findet weitgehend unbemerkt statt und würde wohl erst für Aufsehen sorgen, wenn die Notbetreuung nicht funktioniert. Dabei sollten viele Familien, die jetzt täglich ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, bemerkt haben, welche Belastungen und welchen Druck die Pädagogen jeden Tag aushalten.

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Wertschätzung drückt sich nicht nur in warmen Worten aus; sie misst sich auch an angemessener Bezahlung. Und genau diese muss für Kita-Personal nach der Coronakrise ganz oben auf der politischen Agenda stehen.

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