Kommentar zu digitalem Lernen Zeit für Aufbruch

Die Coronakrise zwingt Schulen regelrecht, sich mit modernen Technologien auseinanderzusetzen. Es bleibt zu hoffen, dass das der langersehnte Aufbruch zur digitalisierten Schule ist, meint Lisa-Maria Röhling.
25.03.2020, 06:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Zeit für Aufbruch
Von Lisa-Maria Röhling

Digitalisierung, das ist nicht erst seit der Coronakrise klar, ist nicht gerade eine deutsche Königsdisziplin. Sei es die Arbeit im Homeoffice, die Stammtischrunde über Videoschalte oder das digitale Klassenzimmer – die digitale Infrastruktur ist in diesen Tagen ungeahnten Belastungen ausgesetzt. Nun rächt sich, dass unzählige Digitalisierungspakete so zäh umgesetzt werden.

Ausweglos ist die Situation nicht: Das digitale Lernen in Bremen funktioniert mit dem Portal „Itslearning“ für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler weitgehend unproblematisch. Es bleibt zu hoffen, dass das der langersehnte Aufbruch zur digitalisierten Schule ist.

Nein, ein echtes Klassenzimmer werden und sollten diese Portale nie ersetzen. Denn die Krise zeigt auch, wie sehr Kinder auf die zwischenmenschlichen Beziehungen angewiesen sind, die sich im Unterricht und auf Pausenhöfen entwickeln. Aber diese gibt es auch in Ländern wie Norwegen, in denen moderne und digitale Lernformen längst zum Standard gehören. Deutschland tut gut daran, zumindest diesen Aspekt der Coronakrise als das zu erkennen, was er ist: eine Chance.

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+