Kommentar zur Zerstörung des Regenwalds

Zeit für Druck

Die aktuelle Politik des brasilianischen Präsidenten wird zur Zerstörung des Regenwalds am Amazonas führen. Ohne erheblichen wirtschaftlichen Druck wird Bolsonaro nicht einlenken, kommentiert Jonas Mielke.
04.08.2019, 16:06
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Zeit für Druck
Von Jonas Mielke
Zeit für Druck

Die Politik des brasilianischen Präsidenten gefährdet das Überleben des Amazonas-Regenwalds.

Ralf Hirschberger/dpa

Den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro wird kaum kümmern, dass Aktivisten in Brake gegen Soja-Importe protestieren. Die Greenpeace-Aktion mag in der Region für Aufmerksamkeit sorgen – nur, reicht das? Die Politik von Bolsonaro wird zur Zerstörung des Regenwalds am Amazonas führen. Schon bald, unumkehrbar. Es trifft ein Ökosystem, das nicht nur ein Paradies der Artenvielfalt ist, sondern auch für das Klima eine große Bedeutung hat. Bolsonaro scheint das nicht zu stören.

Immerhin ist Brasilien noch im Pariser Abkommen - anders als die USA. Dabei hatte Bolsonaro im Wahlkampf gegen das Klimaabkommen Stimmung gemacht. Vielleicht ist mit dem populistischen Präsidenten also doch ein Deal möglich, um den Regenwald zu retten. Aber es wird nicht ohne wirtschaftlichen Druck gehen, um Bolsonaro noch zum Einlenken zu zwingen. Europäische Unternehmen müssen sich klar positionieren. Es darf keine wirtschaftliche Ausbeutung des Regenwalds mehr geben. Im Gegenteil: Unternehmen und die Politik müssen die Wiederaufforstung ermöglichen. Zur Not auch unter Androhung von Sanktionen. Bevor es endgültig zu spät ist im Kampf um den Regenwald.

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