Bremen Polizei dementiert Falschmeldung über vermeintlichen Waffenhandel

Die Polizei Bremen hat ein gefälschtes Video über vermeintlich für die Ukraine bestimmte und in Deutschland beschlagnahmte Flugabwehrraketen dementiert.
19.09.2022, 13:03
Lesedauer: 2 Min
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Von wk/dpa

In sozialen Medien kursiert ein Video, das Raketen zeigt, die angeblich für eine Gegenoffensive der Ukraine gegen Russland seien sollen. Dazu wird behauptet, die Polizei habe in Bremen Ukrainer festgenommen, die mit Flugabwehrraketen vom Typ „Stinger“ gehandelt hätten, welche aus Europa in die Ukraine geliefert worden seien. „Es handelt sich hierbei um eine Falschmeldung", teilt die Polizei auf ihrem Twitter-Account mit. „Die Polizei Bremen hat mit diesem Video nichts zu tun und hat auch keine Ukrainer festgenommen, die mit Waffen handelten.“

Offenbar wurde eine falsche Tonspur über das Video gelegt, dessen Herkunft unklar ist. „Nehmen Sie mal das Handy runter, sowas müssen sie nicht filmen“, sagt eine Stimme darin. Ursprünglich stammt diese Tonspur aus einem im Januar 2022 veröffentlichten Youtube-Video, das Polizisten in Greiz in Thüringen zeigt. Darauf verweist Wilko Zicht, der ehemalige Bürgerschaftsabgeordnete der Grünen.

Auch russische Offizielle verbreiteten die Falschmeldung. Russlands stellvertretender UN-Botschafter Dmitri Poljanski kommentierte das kursierende Video auf Twitter mit den Worten, man habe die „westlichen Ex-Partner vor einer solchen Bedrohung für die eigene Bevölkerung“ gewarnt.

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