Kontrolle an Bürgermeister-Smidt-Brücke

Polizei erwischt Raser mit 93 Stundenkilometern in Bremer City

Nach dem tödlichen Unfall am Brill in Bremen hat die Polizei am Donnerstagabend an der Bürgermeister-Smidt-Brücke Geschwindigkeiten gemessen. Das Ergebnis: 29 Fahrer waren zu schnell unterwegs.
06.07.2018, 11:50
Lesedauer: 1 Min
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Polizei erwischt Raser mit 93 Stundenkilometern in Bremer City

Erst vergangene Woche hatte es in diesem Bereich an der Brücke einen tödlichen Unfall gegeben.

Frank Thomas Koch

Eine Woche nach dem tödlichen Unfall auf der Bürgermeister-Smidt-Straße hat die Polizei am Donnerstagabend den Verkehr an der Brücke kontrolliert. Das Ergebnis: Von mehr als 50 kontrollierten Fahrzeugen waren 29 mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Es gab auch einen Rekord: Mit 93 Stundenkilometern war der Fahrer fast doppelt so schnell unterwegs als erlaubt. Auf die Fahrer kämen jetzt Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten zu. Je nach Geschwindigkeit müssen sie damit rechnen, den Führerschein für eine Zeit abzugeben. Diese Befürchtung muss ein Autofahrer, der von den Polizeibeamten aus dem Verkehr gezogen wurde, nicht haben: Er saß ohne Fahrerlaubnis hinter dem Steuer. Bei der Kontrolle stellte die Polizei auch in Einzelfällen sogenanntes Poser-Verhalten fest. Dabei handelt es sich um speziell umgebaute Fahrzeuge, die besonders laut und oft auch zu schnell unterwegs sind. Ziel der Poser ist es, durch ihre getunten Fahrzeuge Aufmerksamkeit zu erregen.

Bereits zu Beginn der Woche hatte die Polizei bereits mehrere Kontrollstellen unter anderem in Vegesack, Walle, Schwachhausen und der Vahr eingerichtet. Auch dort habe es Verstöße wegen zu hoher Geschwindigkeit, Handy am Steuer und gegen die Gurtpflicht gegeben. In den kommenden Wochen soll es weitere Kontrollen geben, kündigt die Polizei an.

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Wie der WESER-KURIER berichtete, lässt Verkehrssenator Joachim Lohse (Grüne) nach dem Unfall mit zwei Toten am Brill jetzt Tempo 30 für die Bürgermeister-Smidt-Straßeprüfen. Kritiker warnten, dass dies die Situation auf der Straße und an der Brill-Kreuzung nicht entschärfen würde. Lange Rückstaus seien zudem die Folge. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund) sieht in Tempo 30 dagegen eine große Chance, die Verkehrssicherheit zu erhöhen: "Der Anhalteweg eines Pkw halbiert sich von 28 Metern bei Tempo 50 auf etwa 14 Meter bei Tempo 30", sagt Bund-Verkehrsreferent Georg Wietschorke. Außerdem würden der Verkehrslärm und der Ausstoß von Schadstoffen verringert.

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