Nach Sabotage im November

Polizei klärt Sachbeschädigung im Unibad auf

Die Polizei Bremen hat einen 22-jährigen Mann ermittelt, der für die im November verursachten Schäden im vergangenen November verantwortlich ist.
16.01.2019, 09:17
Lesedauer: 1 Min
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Polizei klärt Sachbeschädigung im Unibad auf

Die Sabotage im Unibad ist offenbar aufgeklärt.

Christina Kuhaupt

Unbekannte hatten im November vergangenen Jahres eine Überschwemmung im Unibad verursacht, der Schaden wurde auf 100.000 Euro geschätzt. Nun hat die Polizei Bremen den Verantwortlichen dafür gefunden.

Wie die Beamten mitteilten, gab ein 22-jähriger Mitarbeiter des Bades in einer Vernehmung zu, im Technikraum mehrere Absperrschieber geöffnet zu haben, um damit große Wassermengen aus dem Schwimmbecken ablaufen zu lassen. Das Wasser überflutete den gesamten Technikraum und die Filteranlagen im Untergeschoss.

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Der 22-Jährige gestand, vor dem Öffnen der Schieber die Überlaufpumpen durch Beschädigen der Schaufelräder außer Betrieb gesetzt zu haben, um ein automatisches Abpumpen des ausgelaufenen Wassers zu verhindern, so die Polizei weiter. Des Weiteren zerstörte er die Schließzylinder an den Eingangstüren, um der Feuerwehr den Zugang zum Technikraum zu erschweren und deren Abpumpmaßnahmen zu verzögern. Als Motiv gab der 22-Jährige an, dass er unzufrieden mit seinem Arbeitsplatz war. Der junge Mann muss sich nun wegen des Tatbestands der Sachbeschädigung verantworten, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Man sei durch "hartnäckige polizeiliche Ermittlungsarbeit" auf den 22-Jährigen aufmerksam geworden, der vorerst auf freiem Fuß bleibt.

Am 22. Oktober kam es zu einem ähnlichen Vorfall, bei dem ebenfalls eine Überflutung des betroffenen Kellerraums herbeigeführt worden war. Diese Tat bestritt der Bremer, die weiteren Ermittlungen dauern an. Die Universität Bremen wollte sich nicht äußern und verweist darauf, dass es sich um ein laufendes Verfahren handele. Die Pressestelle teilte jedoch mit, dass sowohl der Zugang zu den Räumlichkeiten, wie auch die technischen Anlagen wurden erheblich stärker gesichert worden sind. (jfj/niw)

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