Bestohlene wollen mit Zettel und Stift aushelfen Polizei warnt vor Trickdieben mit neuer Masche

Bremen-Nord. In ganz Bremen kam es seit Anfang des Monats wieder zu zahlreichen Trickdiebstählen. Betroffen waren in den meisten Fällen ältere Menschen. Dabei, so die Polizei Bremen, sei die neueste Masche sehr banal: Die Täter klingeln an der Haustür ihrer Opfer und bitten um einen Zettel und einen Stift, um der Nachbarin oder dem Nachbarn eine Nachricht hinterlassen zu können.
27.05.2011, 05:00
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Von Marina Köglin

Bremen-Nord. In ganz Bremen kam es seit Anfang des Monats wieder zu zahlreichen Trickdiebstählen. Betroffen waren in den meisten Fällen ältere Menschen. Dabei, so die Polizei Bremen, sei die neueste Masche sehr banal: Die Täter klingeln an der Haustür ihrer Opfer und bitten um einen Zettel und einen Stift, um der Nachbarin oder dem Nachbarn eine Nachricht hinterlassen zu können.

Die Opfer, meist ältere Frauen zwischen knapp 70 und Mitte 90, holten dem vermeintlich netten Herren gutgläubig, worum er gebeten hatte und stellten den Verlust ihrer Wertsachen erst fest, als der "Hilfesuchende" die Wohnung bereits wieder verlassen hatte.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich um mehrere, gemeinschaftlich agierende Täter handelt. Während einer der Täter die Damen auf der Suche nach Zettel und Stift begleitet, begibt sich mindestens ein weitere ebenfalls in die Wohnung des Opfers und sucht nach Wertsachen. In einigen Fällen habe der Zettelsuchende schließlich auch noch einen Krankheitsfall vorgetäuscht, um dadurch Zeit zu schinden. Die Täter entwendeten in allen Fällen Geld und Schmuck.

Der Täter wird von den Opfern wie folgt beschrieben: Vermutlich südländisch, 25 bis 40 Jahre alt, 1,65 bis 1,75 Meter groß, gepflegte Erscheinung, dunkle kurze Haare, spricht akzentfreies Deutsch und bei seiner letzten Tat trug er eine braune Hose sowie ein grünes T-Shirt mit weißer Aufschrift.

Die Polizei warnt eindringlich davor, fremden Menschen die Haustür zu öffnen. Es wird darum gebeten, ältere Mitmenschen im persönlichen Umfeld über das Vorgehen dieser Täter zu informieren. Für Fragen steht die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle im Internet unter der Adresse www.polizei-beratung.de zur Verfügung.

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