Geplantes Attentat auf Chef von Pro NRW Polizeianwärter in Bremen ein Salafist?

Essen/Bremen. Einer der vier Salafisten, die ein Attentat auf den Chef der rechtsextremen Partei Pro NRW geplant haben sollen, wäre laut Polizei 2011 beinahe in Bremen in den Polizeidienst aufgenommen worden.
18.03.2013, 21:48
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Essen/Bremen. Einer der vier Salafisten, die ein Attentat auf den Chef der rechtsextremen Partei Pro NRW geplant haben sollen, wäre laut Polizei 2011 beinahe in Bremen in den Polizeidienst aufgenommen worden.

Laut Polizei Bremen bewarb sich der Mann im Jahr 2011 für den gehobenen Polizeivollzugsdienst. Nachdem der 24-Jährige das Auswahlverfahren absolviert hatte, wurde ihm eine Zusage für Oktober 2011 gegeben. Bei weiteren Überprüfungen sei dann jedoch in Zusammenarbeit mit der Polizei in Nordrhein-Westfalen festgestellt worden, dass der Mann dem extermistischen Milieu zuzurechnen ist.

Ein Jahr lang soll der Mann zudem in einem Essener Schießsportverein trainiert haben. Als er über den Verein eine Pistole bestellt und kurz vor dem öffentlichen Vereidigungstermin auf eine rasche Lieferung der Waffe gedrängt habe, hätten Ermittler die Karriere des Polizeianwärters gestoppt, berichteten die Zeitungen der WAZ-Mediengruppe.

Ein Terrorverdacht habe sich nicht erhärten lassen, so dass er auf freiem Fuß geblieben sei. Vergangene Woche habe man ihn dann im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Mordkomplott dingfest gemacht. Die insgesamt vier Verdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. Inzwischen hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.(ach/dpa)

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