Neue Beamte für neue Aufgaben Postenkarussell bei der Bremer Polizeireform

Die Polizei soll schneller und verlässlicher werden und durchläuft deshalb derzeit eine weitreichende Veränderung. Für den Bremer Süden sind im Zuge der Polizeireform nun erste Personalien bekannt geworden.
09.04.2018, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Postenkarussell bei der Bremer Polizeireform
Von Karin Mörtel

Bremen-Süd. Die Polizei soll schneller und verlässlicher werden und durchläuft deshalb derzeit eine weitreichende Veränderung der Organisationsstruktur, die 2017 für reichlich Diskussionen gesorgt hat (wir berichteten). Für den Bremer Süden sind im Zuge dieser Polizeireform nun erste Personalien bekannt geworden, die der neuen Struktur ein Gesicht geben sollen: Als Leiter des künftigen Kommissariats Süd gilt offenbar Axel Schröder als gesetzt, der derzeit noch der stellvertretende Abteilungsleiter für den Bereich Mitte und Süd sowie der Leiter des Einsatzdienstes Süd ist. Der heutige Neustädter Revierleiter, Volkmar Sattler, hat außerdem bereits den Zuschlag für den neu geschaffenen Posten „Leiter Kontaktdienst“ erhalten. Er wird die Arbeit der Kops in den Süd-Revieren koordinieren, sobald die Reform gänzlich umgesetzt ist.

Zum Hintergrund: Insbesondere der Umstand, dass die Bürger in den Wachen künftig weniger Personal und deutlich weniger Angebote vorfinden, hatte für viel Wirbel gesorgt. Neben einer Leitung verbleiben nur die Verkehrssachbearbeiter und Kontaktpolizisten (Kops) an den Revieren in Woltmershausen, Huchting und Kattenturm.

Das volle Polizeiangebot rund um die Uhr bekommen die Bremer künftig nur noch in sechs sogenannten Kommissariaten. Für den Bremer Süden entsteht das einzige Kommissariat in der Neustadt am Flughafen. Dort werden alle Einheiten zusammengezogen, die bisher links der Weser tätig waren: Führungsebene, Einsatzdienst, Ermittler, regionale Schwerpunktmaßnahmen – und eben auch die zentrale Anzeigenaufnahme.

Laut Plan von Innenbehörde und Polizei soll diese voraussichtlich im laufenden Jahr an den Start gehen. „Wir hier im Süden könnten damit zeitnah loslegen, da wir nur minimale bauliche Veränderungen umsetzen müssen“, gibt Schröder nun auf Nachfrage bekannt. Das sei jedoch an anderen Kommissariaten problematischer, weil die räumlichen Voraussetzungen erst durch größere Umbauten, Neubauten oder Anmietungen geschaffen werden müssten. „Die Umstellung soll sinnvollerweise stadtweit gleichzeitig starten, daher warten wir, bis alle Standorte soweit sind“, sagt Schröder.

Vor einem regelrechten Ansturm auf die kommende zentrale Anzeigenaufnahme, fürchte er sich indes nicht: „Ich rechne nicht damit, dass uns der ganze Bremer Süden gleich die Bude einrennt, da setze ich auch auf die Online-Wache, die bald noch erweitert werden soll“, so der designierte Kommissariatsleiter.

Offen sind bislang noch zwei weitere Schlüsselpositionen für den Bremer Süden: die Leitungsposten für den Einsatzdienst und die regionale Polizeiarbeit.

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