Ideenwettbewerb von Arcelor-Mittal

Prämien für Bremer Vordenker

Ob Recycling, Nachhaltigkeit oder Ressourcenschonung: Der Stahlkonzern zeichnet innovative Projekte aus, die zu einem besseren Umgang mit der Umwelt beitragen sollen.
14.08.2017, 19:09
Lesedauer: 2 Min
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Prämien für Bremer Vordenker
Von Katharina Frohne

Schulgärten, Mehrweg-Kaffeebecher und eine App, die eine Prognose für die Belastung durch Feinstaub abgibt – das sind nur einige der Projekte, die Schüler, Vereine und andere Gruppen beim Ideenwettbewerb des Stahlkonzerns Arcelor-Mittal eingereicht haben. Seit 2013 zeichnet das Unternehmen unter dem Motto „Vordenker für Bremen“ innovative Konzepte aus, die zu einem besseren Umgang mit der Umwelt beitragen sollen.

„Ob Recycling, Ressourcenschonung oder Nachhaltigkeit – alle Aspekte sind willkommen“, sagt Pressesprecherin Marion Müller-Achterberg. Wichtig sei, dass die Ideen innovativ und direkt umsetzbar seien. Für die Ausarbeitung der sieben prämierten Projekte hat der Konzern insgesamt 14 650 Euro zur Verfügung gestellt. Mila Rick, Meike Höhl und Kira Githaka wollen das Geld in die Entwicklung einer Smartphone-App stecken, die die Feinstaubbelastung in Bremen in Abhängigkeit zur Wetterlage prognostizieren kann. 500 Euro haben die Schülerinnen des Alten Gymnasiums für die Entwicklung der Anwendung erhalten.

1150 Euro gab es für die Grundschule Baumschulenweg. Im schuleigenen Bauerngarten sollen Hochbeete gebaut und Obststräucher gepflanzt werden. Außerdem ist ein neues Gewächshaus geplant. Auch der Verein Ökostadt Bremen zählt zu den diesjährigen Gewinnern. Dessen Idee: Gärten in der Stadt, in denen sich Menschen mit Fluchthintergrund und Bewohner der Viertel begegnen können. 2000 Euro stehen dem Verein dafür zur Verfügung.

Das vierte Gewinnerteam setzt auf Nachhaltigkeit: Das Kollektiv Kaffeepott will für den Stahlkonzern ein Pfandsystem für Kaffeebecher entwickeln. Die Höhe der Prämie richtet sich nach dem Erfolg des Vorhabens. Bis zu 5000 Euro sind eingeplant. Ein Preisgeld von 1000 Euro gab es für die Idee der Auszubildenden der Fachschule für Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege. Sie wollen in zwei Bremer Kitas Kräuter pflanzen. Ein ähnliches Vorhaben verfolgt die Oberschule Sebaldsbrück: Sie will einen Schulgarten anlegen, um den in der Stadt lebenden Schülern die Natur näherzubringen. Für den Anbau verschiedener Nutzpflanzen erhält sie 2000 Euro. Die siebte Prämie von 3000 Euro geht an die Betreiber eines Nähcafés: eines Treffpunkts für Menschen mit Fluchterfahrung, die in dem Café zusammen nähen, Kaffee trinken und sich austauschen können.

Bürgermeister Carsten Sieling vergab die Preise auf Arcelor-Mittals „Hüttenfest“. Einmal im Jahr lädt der Konzern auf das Unternehmensgelände an der Carl-Benz-Straße, um Besuchern Einblicke in die Arbeit eines Stahlwerks zu gewähren.

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