Grundschule Borchshöhe bei „Trialog der Kulturen“ erfolgreich Preis für „Stadt der Schatten“

Bremen-Nord. Aus dem Wettbewerb „Trialog der Kulturen“ ist die Grundschule Borchshöhe als einzige bremische Schule bei der Länderwertung Bremen/Hamburg als Preisträger hervorgegangen. Welchen Platz sie letztendlich belegt, wird aber erst bei der Preisverleihung am 8.
03.08.2015, 00:00
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Von Albrecht-Joachim Bahr

Aus dem Wettbewerb „Trialog der Kulturen“ ist die Grundschule Borchshöhe als einzige bremische Schule bei der Länderwertung Bremen/Hamburg als Preisträger hervorgegangen. Welchen Platz sie letztendlich belegt, wird aber erst bei der Preisverleihung am 8. Oktober in der Schlosskirche in Bad Homburg bekannt gegeben. Insgesamt sind – verteilt auf drei Länderwettbewerbe – 60 000 Euro ausgelobt. Trialog der Kulturen ist eine 1996 gestartete Initiative der Herbert-Quandt-Stiftung, die auf eine Verständigung der drei abrahamitischen Religionen und Kulturen – Judentum, Christentum und Islam – abzielt.

Unter dem Motto „Eine ganze Schule spielt Theater“ war die Schule Borchshöhe mit dem Theaterstück „Stadt der Schatten“ beim Wettbewerb angetreten. Seit November vergangenen Jahres hatten die Schüler daran gearbeitet, das Stück auf die Bühne zu bringen. Begleitet und angeleitet wurden sie dabei unter anderem von Regisseur Hans König, der Theaterpädagogin Sarah Harjes-Fritzsche und der Künstlerin Sabine Gedenk.

Dabei haben sie sich die rund 80 beteiligten Schüler nicht nur auf Schauspiel, Gesang und Regieassistenz beschränkt, sondern haben dazu auch Kulissen gebaut und sich um die Maske gekümmert. Hier bildete ein feuerspeihender Drache eine besondere Herausforderung. Oder eine Ruinenlandschaft aus Pappe und Pappmaschee. Um die orientalische Kulisse zu betonen, waren aber auch Palmen zu fertigen, und Blumen, die aus gegebenen Anlass traurig ihre Köpfe hängen lassen können.

Das Stück setzt sich mit Geschichten aus der Bibel auseinander, in denen Flucht und Aufbruch eine entscheidende Rolle spielen. Konkret geht es um sieben Kinder, die durch Krieg, religiöse Verfolgung, Hunger, Umweltzerstörung, Armut und Ausbeutung gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. In einer fremden Stadt finden sie vorerst zwar Zuflucht, aber auch hier gibt es Bedrohungen.

Hauptsponsor des Theater-Projekts ist die Heinz-und-Ilse-Bühnen-Stiftung, die sich vor allem in Stadtteilen engagiert, wo Kulturerlebnisse für viele Familien aus finanziellen Gründen nicht selbstverständlich sind.

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