Mehr als 30 Aussteller präsentieren sich auf der ersten Gewerbeschau / Weniger Besucher als erhofft Premiere am Bremer Kreuz

Auf dem Gelände der Gärtnerei Kolonko am Bremer Kreuz präsentierten Aussteller aus den Bereichen Gewerbe, Handel und Dienstleistung ihre Arbeiten. Die Werbegemeinschaft sei insgesamt zufrieden, hätte sich aber mehr Publikum gewünscht, sagt der Vorsitzende Holger Kolonko.
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Premiere am Bremer Kreuz
Von Lisa Schröder

Auf dem Gelände der Gärtnerei Kolonko am Bremer Kreuz präsentierten Aussteller aus den Bereichen Gewerbe, Handel und Dienstleistung ihre Arbeiten. Die Werbegemeinschaft sei insgesamt zufrieden, hätte sich aber mehr Publikum gewünscht, sagt der Vorsitzende Holger Kolonko.

Am Wetter kann es nicht gelegen haben. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen veranstaltete die Werbegemeinschaft „Rund ums Bremer Kreuz“ am Mahndorfer Deich ihre erste Gewerbeschau. Mehr als 30 Aussteller präsentierten sich auf dem Gelände der Gärtnerei Kolonko. Auch Schmuckstände, Hobbykünstler sowie das Bürgerhaus Mahndorf und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) waren hier mit einem Stand vertreten.

Doch zur Veranstaltung kamen weniger Besucher als erhofft: „Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden. Die Stimmung war gut, und ganz viele Besucher sind lange geblieben. Aber wir sind schon etwas enttäuscht von der Publikumsmenge“, sagt Holger Kolonko, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft. Er habe auch von anderen Ausstellern gehört, dass derzeit nicht Scharen zu den Messen kämen. „Die Leute sind jetzt im Herbst satt mit all den Ernte- und Kürbisfesten. Ich denke, wir haben eine gute Sache auf die Beine gestellt.“

Raumausstatter Tim Buben ist von den Anfragen der Besucher überrascht: „Das sind mehr als ich gedacht habe“, sagt er. „Wir sind alle zwei Jahre bei Veranstaltungen hier dabei. Die Werbegemeinschaft ist ein schöner Anlaufpunkt. Es ist ein Verlust fürs Ganze, wenn jemand austritt.“ Seine Firma „Buben. Raum&Design“ gibt es schon mehr als 40 Jahre in Mahndorf. Sie konzentriert sich auf Fußböden für Privathäuser, Hotels oder Büros. Der Raumausstatter geht in die vierte Generation.

Schornsteinfeger Lars Fischer aus Kattenesch ist erst seit dem 1. Juli für das Gebiet Mahndorf-Arbergen zuständig, vorher war er in Bremerhaven unterwegs. Vor allem möchte er seinen Meisterbetrieb und sich bei der Schau vorstellen: „Es geht darum, einfach einmal hier zu sein. Am Umsatz lässt sich das am Ende nicht messen.“ Den Betrieb führt er ebenfalls in vierter Generation. Sein Sohn hilft am Stand mit. Ob er einmal übernehmen wird? „Die Tendenz ist jetzt noch nicht abzusehen“, sagt Fischer und lacht.

Neben den Ständen läuft ein buntes Programm: Wer wollte, konnte sich in der Gondel in die Höhe fahren lassen. Für kleine Besucher gibt es Ponyreiten und viele Spielgeräte an einem großen Zirkuszelt.

Ilona Jacobi aus Mahndorf ist mit ihren beiden Kindern hergekommen, der dreijährigen Gina-Lisa und dem einjährigen Gianluca. Ihrer Tochter gefällt das Angelspiel besonders. „Wie sind gerade erst hergezogen und wohnen direkt in dieser Straße. Ich finde es sehr schön“, sagt Mutter Jacobi. Neben Musik von zwei Diskjockeys gibt es einen Auftritt der Kindertanzgruppe Mahndorf, die leiten Laura und Brit, 13 und 14 Jahre alt, leiten. „Wir waren wahrscheinlich aufgeregter als die Kinder“, vermutet Laura. Die Gruppe, in der Sieben- bis Achtjährige tanzen, trifft sich seit Ende April immer sonntags von 10.30 bis 11.30 Uhr in der Mahndorfer Turnhalle.

Mehr Programm gewünscht

Einige Besucher hätten sich mehr Aussteller und Abwechslung im Programm für die Erwachsenen gewünscht: „Irgendwie ist die Luft raus. Es gibt immer dasselbe bei den Veranstaltungen hier“, kritisiert eine Anwohnerin.

Von dieser Meinung hat auch Kolonko gehört. „Es ist die Frage, wie man für kleines Budget Programm bekommt. Am Ende wiederholt es sich doch – egal ob Bauchtanz oder Modenschau. Das betrifft sämtliche Veranstaltungen“, sagt er. Außerdem sei es schwierig, Aussteller zu gewinnen, die für die Industrie arbeiten oder große Firmen, die sich nicht direkt an Endverbraucher wenden. „Das funktioniert eigentlich nur, wenn jemand einen leitenden Mitarbeiter kennt, eher als Liebesdienst.“ Ihre Gewerbeschau sei für diese Firmen nicht interessant, erklärt Kolonko die Situation. „Wir versuchen Unternehmen herzuholen, die noch nicht hier waren, wie in diesem Jahr die neue Salzgrotte aus Mahndorf oder das Autohaus Anders. Wir hätten natürlich gerne mehr dabei gehabt.“

Mehr Informationen zur Werbegemeinschaft „Rund ums Bremer Kreuz“, die im Juli ihr Zehnjähriges feierte, gibt es auf der Homepage www.diewerbegemeinschaft

.de.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+