Findorffer Beirat beschließt befristete Parkerlaubnis

Probezeit für die Marktwagen

Weidedamm. Der Findorffer Beirat hat die neue Parkregelung für den Findorffmarkt beschlossen. Ab dem 1.
14.03.2016, 00:00
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Von Anke Velten

Der Findorffer Beirat hat die neue Parkregelung für den Findorffmarkt beschlossen. Ab dem 1. April dürfen im Bereich zwischen Jugendzentrum und Marktbunker nur noch Personenkraftwagen parken. Auf der Mittelfläche hinter dem Bunker können die Verkaufswagen und Anhänger der Marktleute auch außerhalb der Markttage stehen bleiben. Dieses Zugeständnis hatte das Amt für Straßen und Verkehr gemacht, nachdem es im Stadtteil reichlich schlechte Stimmung wegen des ursprünglich geplanten Parkverbots für die Marktwagen gegeben hatte – der StadtteilKurier berichtete mehrfach. Die Ausnahmeregelung für die Marktwagen soll allerdings nur probeweise gelten. Vor einer endgültigen Entscheidung will der Beirat zunächst ein Jahr lang beobachten, wie sich die Lösung in der Praxis bewährt.

Nach der emotionalen Debatte der vergangenen Wochen hatte Ulrike Pala so ihre Befürchtungen: Vor Beginn des Tagesordnungspunkts im Jugendzentrums bat die Ortsamtsleiterin die zahlreich erschienenen Gäste – darunter viele Markthändlerinnen und -händler – um eine sachliche Diskussion. Die Anwesenden hielten sich weitgehend daran, obgleich die bekannten Argumente erneut ausführlich zur Sprache kamen. Da waren die einen, die das geplante und nun wieder zurückgenommene Parkverbot für die Marktwagen als unzumutbar, schikanös und unnötig kritisieren und die zunehmend schwierige Situation der Wochenmärkte ins Feld führten. Aber es gab auch die anderen, die nicht einsehen, warum auf dem Findorffmarkt nicht gehen soll, was auf allen anderen Wochenmärkten ganz selbstverständlich ist: Dass die Wagen nach Marktende den Platz verlassen.

Clemens Wiegand, Verkehrssachbearbeiter am Findorffer Revier, sieht die Sonderregelung aus Gründen der Gleichbehandlung kritisch: Was für die Marktwagen gelte, müsste prinzipiell auch für Wohnwagen gelten. Die Findorffer Beamten sähen daher nicht ein, warum sie die Sondernutzung der einen tolerieren, die der anderen ahnden sollten, so Wiegand.

Marie Pigors, frisch gewählte Sprecherin ihrer Kolleginnen und Kollegen vom Findorffmarkt, erklärte erneut, welche zusätzliche Belastung der Abtransport für die Marktleute bedeuten würde, die seit Jahrzehnten an den Status Quo gewöhnt waren. Beiratsmitglied Oliver Otwiaska (CDU) befürchtete dagegen, dass der kostenlose Parkplatz künftig noch mehr Marktwagen, womöglich auch von anderen Standorten, anziehen könnte. „Eine Dauerlösung kann das jedenfalls nicht sein“, so Otwiaska.

Das soll es vorerst auch nicht. Der Beirat beschloss, ein Jahr lang mit der Lösung zu leben, die die Marktleute vorgeschlagen hatten. Dann soll Bilanz gezogen werden. Dabei werde laut Beiratssprecherin Gönül Bredehorst (SPD) auch berücksichtigt, wie sich die Parksituation mit dem Restaurant vereinbaren lässt, das im Sommer 2017 in den Marktbunker einziehen soll.

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