Die Geschichte des Rotes Kreuz Krankenhauses begann schon vor 140 Jahren Professionell und patientenorientiert

Alte Neustadt. Seine Geschichte beginnt 1876: Im Sommer des Jahres nahm das Rotes Kreuz Krankenhaus, St.-Pauli-Deich 24, in der Neustadt mit einer Oberin, Lehrschwester und einem Patienten seine Arbeit auf.
25.08.2016, 00:00
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Von Katja Knappe

Alte Neustadt. Seine Geschichte beginnt 1876: Im Sommer des Jahres nahm das Rotes Kreuz Krankenhaus, St.-Pauli-Deich 24, in der Neustadt mit einer Oberin, Lehrschwester und einem Patienten seine Arbeit auf. Anstelle der damals üblichen kirchlichen Trägerschaft wurde die Klinik in Form eines interkonfessionellen Vereinskrankenhauses geführt und später in „Willehadhaus“ umbenannt.

1937 ging das Willehadhaus durch Eingriff des nationalsozialistischen Staates ins Eigentum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) über. 1945 wurde das Vermögen auf die neu gegründete Stiftung „Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen“ rückübertragen. Seit 1949 ist die Klinik eine eigenständige Stiftung privaten Rechts.

Innovativ war das RKK schon immer: 1969 wurde eine der ersten Dialyse-
Einrichtungen Norddeutschlands eingeführt. Die Klinik für Schmerzmedizin mit zwölf stationären Betten für schwerst chronisch Schmerzkranke wurde 1980 gegründet. Und fünf Jahre später entstand das Rheumazentrum. Das Zusammenspiel von Akutkrankenhaus und fächerübergreifender Vernetzung mit der internistischen und operativen Rheumatologie, Endoprothetik, Tagesklinik, Rheumaambulanz, Schmerzzentrum und Physiotherapiezentrum inklusive Bewegungsbad und Kältekammer (bis -110 Grad Celsius) sowie Transitionsklinik für den Übergang jugendlicher Rheumapatienten ins Erwachsenenalter genießt heute weithin Modellcharakter.

1989 führte die Klinik den ersten eigenen Hostessenservice für seine stationären
Patienten in einem norddeutschen Krankenhaus ein. Anfang der 90er-Jahre unterzog sich das RKK als eines der ersten deutschen Krankenhäuser einem umfassenden Corporate Identity-Prozess. Durch die Kombination von medizinisch-pflegerischem und unternehmerischem Denken konnte das RKK sein Profil weiter schärfen. Ein komplett neues visuelles Auftreten ließ das erarbeitete Leitbild für alle sichtbar werden: Helligkeit, Modernität und ein offenes Auftreten nach außen stellen den Patienten bis heute in den Mittelpunkt und fördern seine Genesung über die rein medizinische Versorgung hinaus.

Für sein Corporate Design wurde das an der Piepe liegende Rotes Kreuz Krankenhaus mehrfach ausgezeichnet. Und als Sammler und Kurator von Kunstausstellungen im ­öffentlichen Café K erwirbt die Klinik ­Skulpturen und Bilder, die im Krankenhaus ihren Platz finden. 2003 eröffnete das erste Gefäßzentrum Bremens: im RKK. Im Jahre 2004 wurde nach einer Neufassung der Stiftungssatzung die „Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH“ gegründet.

Heute ist das freigemeinnützige RKK zweierlei: Akutkrankenhaus in unmittelbarer Nähe der City und Klinik mit Expertenruf in hoch spezialisierten Abteilungen. Das Gefäß-, Rheuma-, Endoprothetik- und Schmerzzentrum beispielsweise ziehen Patienten aus ganz Nordwestdeutschland und darüber hinaus an. Die Kardiologie sorgt mit hochmodernem Herzkatheterlabor und Rufbereitschaft für innenstadtnahe „rund um die Uhr-Versorgung“. Mehr als 650 Mitarbeiter betreuen und behandeln über 35 000 Patienten pro Jahr. Das Krankenhaus verfügt über 304 Betten auf 13 Stationen in elf Fachabteilungen und Zentren. Im Haus sind die Wege kurz, die Fachabteilungen und Zentren arbeiten interdisziplinär zusammen.

Als einziges Bremer Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) stehen die Klinikärzte in engem ­Kontakt zur medizinischen Forschung. ­Zwischen 2009 und Ende 2013 investierte die Klinik mehr als 30 Millionen Euro für umfangreiche Neu- und Umbaumaßnahmen sowie Umstrukturierungen. Es entstand der moderne Zentral-OP, die Notaufnahme mit neuer Liegendvorfahrt und DRK-Rettungswache, der Neubau Forum K mit Ärztehaus, Tiefgarage und Tagungszentrum.

Nicht zuletzt das 2015 zertifizierte Pflegemanagement der Bremer Schwesternschaft und damit des gesamten Pflegepersonals der Klinik, die hohen Zufriedenheitswerte bei Patientenumfragen als auch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und niedergelassenen Ärzten erlauben einen optimistischen Blick in die Zukunft.

„140 Jahre erfolgreiche Arbeit – das ist auch für ein Krankenhaus eine lange Zeit“, stellt Walter Klingelhöfer, Kaufmännischer Geschäftsführer des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, heraus. Und es sei nicht selbstverständlich, dass ­gerade in einer Zeit der Etatkürzungen und gravierenden gesundheitspolitischen ­Veränderungen ein Krankenhaus einen solchen Geburtstag feiern könne.

„Flexibilität und Innovationskraft, Offenheit und Transparenz zeichnen das Rotes Kreuz Krankenhaus heute aus. Dafür sei ­allen, die daran früher mitgearbeitet haben und jenen, die es heute tun, herzlich ­gedankt“, betont Walter Klingelhöfer.

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