Finanzpläne für Bremer Hochschulen

Protest gegen Kürzungen setzt sich fort

Studierende und Hochschul-Beschäftigte geben sich nicht damit zufrieden, dass drohende Kürzungen für die Wissenschaft abgewendet wurden. Auch bei Grünen und Linken regt sich Widerstand gegen die jüngsten Pläne.
25.03.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Protest gegen Kürzungen setzt sich fort
Von Sara Sundermann
Protest gegen Kürzungen setzt sich fort

Laut Wissenschaftsplan 2025 sollten die Bremer Hochschulen ausgebaut werden, nun sollen sie mit denselben Geldern auskommen wie bisher.

Frank Thomas Koch

Der Protest gegen finanzielle Einschnitte für Bremer Hochschulen reißt nicht ab. Rund hundert Studierende und Hochschul-Beschäftigte haben am Mittwoch auf der Bürgerweide demonstriert und einen Offenen Brief an Bürgerschaftsabgeordnete übergeben, der von mehr als 3000 Personen unterzeichnet wurde. Darin fordern sie, der Wissenschaftsplan 2025 müsse wie geplant ausfinanziert werden.

Dazu hat sich ein neues Bündnis für Wissenschaft gegründet, in dem sich praktisch alle Akteure des Hochschul-Bereichs zusammenschließen: Die Asten, die Personalräte der Hochschulen sowie die Gewerkschaften GEW und Verdi. Dieses Bündnis hat den Brief verfasst, der nun übergeben wurde. Eine weitere Petition von Uni-Beschäftigten wurde von mehr als 8000 Menschen unterschrieben.

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Zwar wurden drohende Kürzungen für die kommenden Jahre abgewendet, statt dessen sollen die Mittel für die Wissenschaft gleich bleiben. Doch das reicht Studierenden und Beschäftigten nicht. Der Uni-Asta spricht von einem Bruch des Koalitionsvertrags: „Die Senatoren haben ihr Versprechen nicht gehalten“, sagt Dominik Lange vom Asta. Geplant war zuvor ein Ausbau der Hochschulen: Der Wissenschaftshaushalt sollte von 350 Millionen Euro in 2019 auf 540 Millionen im Jahr 2025 aufgestockt werden.

Auch Bremer Regierungsparteien bewegt das Thema weiter: Der Landesvorstand der Grünen hat dazu ein Positionspapier beschlossen. „Mittelkürzungen im Bereich von Wissenschaft und Bildung, sind deshalb der falsche Weg,“ heißt es darin. Die bisher in Aussicht gestellten 420 Millionen seien nicht genug, man setze sich für deutlich höhere Mittelzuweisungen ein. Studiengangs-Schließungen, schlechtere Betreuung für Studierende und erschwerte Arbeitsbedingungen für Beschäftigte müssten abgewendet werden. Auch bei den Bremer Linken, die am Sonnabend einen Parteitag abhalten, soll es um einen Antrag gehen, der die Ausfinanzierung des Wissenschaftsplans 2025 fordert.

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