Schweigemarsch „Walk of Freedom“

Protest gegen moderne Sklaverei

Dunkel gekleidet und mit verbundenem Mund: Rund 100 Demonstranten laufen beim Schweigemarsch „Walk of Freedom“ durch die Bremer Innenstadt und machen auf immer noch existierende Sklaverei aufmerksam.
14.10.2017, 18:38
Lesedauer: 1 Min
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Protest gegen moderne Sklaverei
Von Pascal Faltermann

Schwarz bekleidet, mit einem gelben Tuch oder Panzerband vor dem Mund und teilweise dunklen Regenschirmen in der Hand sind am Sonnabend rund 100 Demonstranten unter dem Motto „Walk of Freedom“ durch die Bremer Innenstadt gelaufen. Die Teilnehmer des Protestmarsches wollten mit der Aktion auf die immer noch existierende Sklaverei aufmerksam machen.

Der „Walk for Freedom“, der am Bremer Hauptbahnhof startete, ist laut den Veranstaltern ein Schweigemarsch, bei dem alle teilnehmenden Frauen und Männer in einer Reihe hintereinander herlaufen. Parallel dazu verteilen die Teilnehmer Flyer mit Informationen über Menschenhandel und Zwangsprostitution an Passanten.

Auch Kritik an der Demonstration

Kathryn Sommer, von der Freien Christengemeinde Bremen, ist als Koordinatorin für die Organisation A21 eingetragen, die zusammen mit den Bremern von Straßenlicht die Demonstration ausrichteten. A21 wurde von Christine Caine, einer australischen Predigerin der Hillsong Church, gegründet. Nach Angaben der Polizei kam es bei der Demonstration, die über den Herdentorsteinweg, die Martinistraße und durch die Innenstadt zum Ziel am Ansgarikirchhof führte, zu keinen Vorkommnissen.

Weltweit gingen am Sonnabend Menschen gemeinsam unter dem Motto „Walk for Freedom“ auf die Straße. An der Demonstration gab es im Vorfeld auch Kritik: Die Aktivisten des Prostituiertenhilfsverein Doña Carmen vermuteten den umstrittenen Hilfsverein „Mission Freedom“ hinter der Veranstaltung, der aus dem Dunstkreis fundamentalistischer Christen kommt.

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