Werder-Fan weiter in Untersuchungshaft Prozess gegen Ultra Valentin beginnt erst am 28. Januar

Wegen neuer Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft verzögert sich die Gerichtsverhandlung gegen den Werder-Ultra Valentin S. Der erste Verhandlungstag wird der 28. Januar sein.
09.01.2016, 00:00
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Prozess gegen Ultra Valentin beginnt erst am 28. Januar
Von Jürgen Hinrichs

Wegen neuer Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft verzögert sich die Gerichtsverhandlung gegen den Werder-Ultra Valentin S. Der erste Verhandlungstag wird der 28. Januar sein.

Das Landgericht hat am Freitag eine entsprechende Mitteilung des Anwalts von S. bestätigt. Als Grund für die Verzögerung gibt die Behörde an, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungsergebnisse nachgeliefert habe, die nun von der Verteidigung zunächst einmal geprüft werden müssten. Erster Verhandlungstag wird demnach nicht mehr der 11. Januar sein, wie ursprünglich anberaumt, sondern der 28. Januar.

S., dem gemeinschaftliche Körperverletzung in acht Fällen vorgeworfen wird, war zwischenzeitlich aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichtes (OLG) musste er im Dezember nach wenigen Wochen in der Freiheit aber zurück ins Gefängnis. Die Richter begründeten das mit der Gefahr, die ihrer Ansicht nach von S. ausgeht. Der 21-Jährige könnte jederzeit und überall wieder körperliche Gewalt ausüben, wenn er auf Menschen treffe, bei denen er eine rechte Gesinnung vermute.

„Wegen der Verfahrensverzögerung, die allein von der Staatsanwaltschaft verursacht wurde, habe ich beantragt, den Haftbefehl aus Gründen der Verhältnismäßigkeit aufzuheben“, erklärt der Anwalt von S. in seiner Mitteilung. Die Erfolgsaussichten schätzt er selbst freilich als „eher bescheiden“ ein.

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