Drei zusätzliche Stellen

Psychologische Beratung für Studierende erhält mehr Geld

Mittlerweile ist jeder sechste Student von einer psychischen Erkrankung betroffen. Die Wartezeit für einen Termin in der Beratungsstelle des Bremer Studentenwerks betrug fünf Wochen. Das soll sich ändern.
13.03.2018, 21:46
Lesedauer: 1 Min
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Von Annette-Christina Kann

Dass Studieren vor allem eine Zeit des neugierigen Lernens und der Freiheit ist, scheint vorbei zu sein: Laut Barmer-Arztreport ist mittlerweile jeder sechste Student von einer psychischen Erkrankung betroffen. In Bremen verzeichnete die psychologische Beratungsstelle des Studentenwerks im vergangenen Jahr 2981 Beratungsgespräche. Die Wartezeit für einen Termin betrug fünf Wochen.

Das ist mit ein Grund, warum Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) zusätzliche Mittel zur Verfügung stellt, mit denen zum Sommersemester drei weitere Stellen bei der psychologischen Beratungsstelle geschaffen werden. „Die personelle Verstärkung ist in der aktuellen Prüfungsphase sehr hilfreich, um zeitnah Unterstützung bieten zu können“, sagt Swantje Wrobel, Leiterin der psychologisch-therapeutischen Beratungsstelle des Studentenwerks.

Für die unterschiedlichen Problemstellungen gibt es spezifische Angebote wie Gruppen- und Einzelberatung. Im kommenden Semester werden zusätzlich Workshops zu Themen wie Prüfungs- und Redeangst und Arbeitsstrukturierung angeboten. Die kostenlose Beratung des Studentenwerks kann jederzeit in Anspruch genommen werden – also auch in den Ferien. Die Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht.

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Die Zahlen sind bundesweit alarmierend: Laut Barmer-Arztreport 2018 ist der Anteil psychischer Diagnosen bei den 18- bis 25-Jährigen in den letzten zehn Jahren um 38 Prozent gestiegen. Die rund 470.000 Betroffenen leiden unter Angststörungen, Panikattacken und Depressionen. Auch die Verordnung von Antidepressiva hat sich in diesem Zeitraum um 60 Prozent erhöht.

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