Märchenfestival im Liluba begeistert Zuschauer / Abend klingt mit Musik und Lesungen aus Puppentheater in lauer Sommernacht

Viel Grün, rauschende Bäume und geheimnisvolle, dunkle Ecken schufen eine besondere Atmosphäre auf dem Gelände des Lichtluftbades auf dem Stadtwerder. Ein idealer Ort für ein Sommermärchenfestival. Die Zuschauer waren jedenfalls begeistert vom Veranstaltungsort und dem viertägigen Spektakel des Ensembles „Mensch Puppe!“ aus dem Theaterkontor. Außerdem gab es viel Musik und Lesungen.
01.09.2013, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von CHRISTIAN HASEMANN

Viel Grün, rauschende Bäume und geheimnisvolle, dunkle Ecken schufen eine besondere Atmosphäre auf dem Gelände des Lichtluftbades auf dem Stadtwerder. Ein idealer Ort für ein Sommermärchenfestival. Die Zuschauer waren jedenfalls begeistert vom Veranstaltungsort und dem viertägigen Spektakel des Ensembles „Mensch Puppe!“ aus dem Theaterkontor. Außerdem gab es viel Musik und Lesungen.

VON CHRISTIAN HASEMANN

Neustadt. Während sich im Süden Deutschlands langsam der Sommer verabschiedet, hatten die Bremer die Chance, im Licht luftbad auf dem Stadtwerder märchenhafte Sommernächte zu erleben. Dort haben das Figurentheater „Mensch Puppe!“ aus der Schildstraße im Ostertor, die Bremer Shakespeare Company und etliche Musiker den Besuchern mit dem „Sommermärchenfestival“ eine bezaubernde Nacht beschert.

Schon zwei Tage zuvor hat das Festival mit dem Stück „Rumpelstilzchen“ sowie Jazz und Swing von „Café Brunette“ begonnen. Und am Sonntag endete es mit „Schneewittchen“. Am Sonnabend stand „Aschenputtel“ auf dem Programm. Für eine wirklich märchenhafte Atmosphäre sorgten die Lichter in den Bäumen, die links und rechts der Bühne in lila, blau und grün angestrahlt wurden. Der Springbrunnen plätscherte vor Beginn der Vorstellung leise vor sich hin, Kerzenlicht flackerte leicht, und knisternde Feuer in Körben sorgten für Atmosphäre – zauberhaft. Dazu spielte Florian Oberlechner auf dem Akkordeon heiter-melancholische Stücke, und ein leises Stimmengemurmel der Zuschauer waberte durch das Lichtluftbad.

Aus dem Zuschauerraum stürmten plötzlich Jeannette Luft und Ralf Winkelmann vom Figurentheater „Mensch Puppe!“ auf die Bühne. Während Ralf Winkelmann die musikalische Begleitung auf der Gitarre und kleinere männliche Rollen im „Aschenputtel“ übernahm, spielte Jeanette Luft alle weiteren Figuren, beziehungsweise Puppen des Stückes.

Natürlich verrieten auch in der Interpretation des Puppentheaters die Tauben dem Prinzen, dass die falschen Prinzessinnen, nämlich die Töchter der bösen Stiefmutter des Aschenputtels, versuchten, sich den goldenen Schuh anzuziehen, aber am Ende fand der Prinz seine Prinzessin, und Rosenblätter regneten auf die herrschaftlichen Puppen herab.

Jan Olaf Rodt aus dem Ostertor war wegen eines Freundes in das Lichtluftbad gekommen. „Ralf von ,Mensch Puppe’ ist ein Kumpel von mir vom Fußball, und ich hatte Lust, das Theater mit ihm mal anzusehen.“ Außerdem sei er zuvor noch nicht im Lichtluftbad gewesen, und jetzt sei eben eine gute Gelegenheit dazu gewesen. „Es hat mir sehr gut gefallen, sehr schön, gerade bei diesem Wetter. Ich finde, es ist etwas Einmaliges und eine ganz besondere Atmosphäre.“

Janina Goes und Ingo Schwabe aus der Neustadt wollten sich die Sommermärchennacht ebenfalls nicht entgehen lassen. „Wir haben ganz spontan Karten bekommen und haben uns gedacht, dass das eine sehr schöne Abendgestaltung an diesem lauen Sommerabend ist“, sagte Janina Goes. Das Figurentheater kannten sie schon, aber die Puppentheaterfassung des Aschenputtels war neu für sie. „Es war sehr heiter und lustig“, sagte Ingo Schwabe. Sehr märchenartig sei im Übrigen das Lichtluftbad an diesem Abend gewesen. Und auch das nachfolgende Programm wollten sie sich nicht entgehen lassen.

Dem fröhlichen Reigen auf der Bühne folgte nämlich die Lesung des doch etwas blutigeren Shakespeare-Stücks „Richard III.“, vorgetragen von Petra Janina Schultz von der Bremer Shakespeare Company in der Fassung von Urs Widmer und begleitet von Florian Oberlechner. Damit der Abend aber nicht mit einem blutigen Gemetzel enden musste, es waren ja schon eine Reihe von Köpfen abgehackt worden in „Richard III.“, gab es zum Abschluss des Abends eine heitere Verwechslungskomödie. „Mit ’Was ihr wollt’ wollen wir die Gäste mit etwas Leichtem in die Sommernacht verabschieden“, sagte Markus Seuß, ebenfalls von der Bremer Shakespeare Company. Und damit ging für viele eine märchenhafte Nacht zu Ende.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+