Querdenker versammeln 30 Teilnehmer

Demonstrationen am Osterdeich

Kritik an den Corona-Maßnahmen auf einer angemeldeten Kundgebung, Faschimusvorwürfe bei einer Gegendemonstration. Laut Polizei aber "keine besonderen Vorkommnisse".
17.07.2021, 19:13
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Demonstrationen am Osterdeich
Von Timo Thalmann
Demonstrationen am Osterdeich

Die Polizei hat eine Querdenker-Demo samt Gegendemonstration in Bremen begleitet.

Friso Gentsch

Knapp 30 Teilnehmer fanden sich am Sonnabend am Osterdeich zu einer angekündigten Demonstration "Für Freiheit und Menschenrechte" ein. Dabei stand Kritik an den nach Auffassung der Demonstrierenden ungerechtfertigten Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen im Fokus. Angemeldet waren 150 Teilnehmer. Die Polizei hatte im Vorfeld die Wiese am Osterdeich in Höhe der Kunsthalle abgesperrt und war mit relativ großem Aufgebot präsent.

Zeitgleich versammelten sich knapp 100 Menschen als Gegenkundgebung am gleichen Ort. Zur Auftaktkundgebung des angemeldeten Aufzuges skandierten sie "Keine Zeit zu sterben, Pandemie und Antifa" und bezeichneten die Demonstranten als Faschisten. Die Polizei schritt ein, als einige Gegendemonstranten versuchten, die Marschroute mit Transparenten und einer Blockade zu behindern. Die Demonstration zog anschließend ungestört von den Osterdeichwiesen in Richtung Innenstadt.

Die Polizei ermittelt wegen einer Beleidigung und prüft Verstöße gegen das Versammlungsgesetz. Insgesamt bewertete sie die Lage aber als friedlich. Beide Versammlungen seien ohne besondere Vorkommnisse beendet worden. 

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+