Straßenkriminalität

Überfall im Hemmstraßentunnel

Ein Ausflug mit dem Fahrrad nach Findorff endete für eine Bremerin Mitte Juli unschön: Im Hemmstraßentunnel stahlen zwei junge Männer ihre Handtasche.
06.08.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Überfall im Hemmstraßentunnel
Von Anne Gerling
Überfall im Hemmstraßentunnel

Aus polizeilicher Sicht kein Kriminalitätsbrennpunkt: Der Hemmstraßentunnel, der Findorff und Walle miteinander verbindet.

Roland Scheitz

Ein ausgesprochen unschönes Erlebnis hatte am Sonntag, 19. Juli, eine 70-jährige Bremerin, die gegen 21.30 Uhr mit dem Fahrrad von Findorff aus in Richtung Walle unterwegs war. Als sie den Hemmstraßentunnel fast durchfahren hatte, näherten sich ihr von hinten zwei junge Männer auf Fahrrädern, die sich sodann nebeneinander links von ihr positionierten und die Bremerin beim Überholen knapp ansprachen.

Einer der beiden griff dabei in den Fahrradkorb der 70-Jährigen und zog die darin liegende Handtasche heraus. Anschließend fuhren die beiden jungen Männer mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Utbremer Straße davon. Die geschockte Bremerin versuchte noch vergeblich, zwei Männer am Straßenrand zu alarmieren, damit diese die Diebe stoppten.

„Ich habe mir die Frage gestellt, ob die Diebe mich schon länger beobachtet haben und mir gefolgt sind“, sagt die Bremerin. Etwa zwei Stunden vor dem Diebstahl hatte sie nämlich an einem EC-Automaten an der Hemmstraße Geld abgehoben und anschließend zwei längere Stopps in einem Bistro und einem Eiscafé an der Hemmstraße eingelegt.

„Viel Rennerei“ hatte die Bremerin in den Tagen nach dem Vorfall, wie sie erzählt. Denn neben Bargeld befanden sich in der gestohlenen Tasche auch ihre EC-Karte, Kontoauszüge, Autoschlüssel und Handy. Für den ihr hierdurch entstandenen finanziellen Verlust wird die 70-Jährige allein aufkommen müssen. Da es sich nicht um Raub handele, decke die Hausratversicherung den Schaden nicht, hat ihr zwischenzeitlich ihre Versicherung mitgeteilt – so sei es in der Versicherungsbranche durchaus gängige Praxis, bestätigte der Bremerin hierzu auf Nachfrage auch die Bremer Verbraucherzentrale.

Die Bremerin, deren Name der Redaktion bekannt ist, hat sich mit ihrem Fall an den ­WESER-KURIER gewandt, um andere zu warnen und zu Vorsicht zu mahnen. Auch die Polizei sollte öfter ein Auge auf die dunkle und in den Abendstunden durchaus auch verlassene Unterführung haben, wünscht sie sich: „Denn ich möchte ja auch in Zukunft gerne im Stadtwaldsee baden oder mal ins Blockland fahren. Und dafür muss ich durch einen der Tunnel, die nach Findorff führen.“

Ob es im Hemmstraßentunnel in der Vergangenheit ähnliche Vorfälle gegeben hat? Aus polizeilicher Sicht sei der Tunnel kein Kriminalitätsbrennpunkt, teilt auf entsprechende Nachfrage die Pressestelle mit.

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