Radio Bremen und die Kirche

Mehr Jesus auf Bremen Next

Auf der aktuellen Sitzung des Rundfunkrats schlug der Vertreter der katholischen Kirche vor, mehr kirchliche Beiträge zu senden. Wie dieses Programm aussehen wird, entscheidet der neue Rundfunkrat ab Juni.
20.05.2020, 05:00
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Von Florian Schwiegershausen
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Diese Diskussion wird im Rundfunkrat in unregelmäßigen Abständen geführt.

Zisch_Radio_Fassade Bremen Next

Mehr Kirchenprogramm auf allen Hörfunkwellen von Radio Bremen – das hat Pastoralreferent Andreas Egbers-Nankemann am Dienstag auf der aktuellen Sitzung des Rundfunkrats gefordert. Er sitzt im Gremium als Vertreter der katholischen Kirche: „Warum nicht auch kirchliche Beiträge auf Bremen Next?“ stellte er als Frage zur Diskussion. Er hätte nichts dagegen, wenn die Beiträge, die von der katholischen und evangelischen Kirche gestaltet werden, auf mehreren Hörfunkwellen laufen als nur auf Bremen Zwei.

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Die Diskussion führt der Rundfunkrat in unregelmäßigen Abständen. Zuletzt wurde sie vor drei Jahren geführt, als der regelmäßige Live-Gottesdienst aus Kostengründen abgeschafft wurde. Er wird jetzt nur noch an Feiertagen übertragen. Radio Bremens Intendantin Yvette Gerner verwies darauf, dass der Sender laut Radio-Bremen-Gesetz im Gegensatz zu anderen Anstalten nicht dazu verpflichtet sei, Beiträge zu senden, deren Inhalte die Kirche gestaltet hat. Aber sowohl sie als auch die Mehrheit des Rundfunkrats sieht hier auf alle Fälle den Bedarf dafür, für Inhalte aller relevanten Kirchen – in welcher Ausgestaltung das Programm in Zukunft sein könnte, damit kann sich dann ab Juni der neue Rundfunkrat beschäftigen.

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Denn die Sitzung am Dienstag war für das Gremium die letzte in seiner Legislaturperiode von vier Jahren. Am 4. Juni wird es sich neu konstituieren. Dann wird voraussichtlich ein Drittel der Mitglieder neu besetzt. Entsprechend dankte der Rundfunkratsvorsitzende Klaus Sondergeld allen im Gremium für ihre Arbeit. Ebenso lobte er die Arbeit der Sender für seine Corona-Berichterstattung. Durch die Pandemie gab es auch ein Novum in der 75-jährigen Geschichte von Radio Bremen: Zum ersten Mal tagte das Gremium per Video- und Telefonkonferenz. Zeitweise automatische Telefonansagen, die Senderjustiziar Sven Carlson das Reden erschwerten, oder auch laute Atemgeräusche,machten die sonst oft eher nüchterne Sitzung zu einem nicht alltäglichen Klangerlebnis.

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