Rad & Tour 2022 Gemeinsam auf Tour mit dem Hund

Sonnenschein, der Frühling ist da und der Hund braucht Auslauf - da ist eine Tour mit dem Vierbeiner perfekt. Wir geben im Magazin Rad & Tour Tipps, worauf Sie bei einem Fahrradausflug mit Hund achten sollten.
25.03.2022, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Insa Lohmann

Wenn Hundehal­ter sich auf ihr Rad schwingen, möch­ten sie natürlich ihren Vier­beiner gerne dabei­haben. Da sind Hundeanhänger fürs Fahrrad eine prima Lösung, um gemeinsam auf Tour zu gehen. Bei der Wahl eines ge­eigneten Modells sollte man lieber gleich auf einen qualitativ hochwertigen Anhänger setzen, denn es ist nicht zu unterschätzen, wie holprig es auf einigen Strecken werden kann.

Die Wahl des richtigen Hundefahrrad­anhängers sollte vor allem auf die Größe des Vierbeiners abgestimmt sein und während der Fahrt genug Platz lassen, damit der Hund sich auch mal aus­strecken kann. Dafür am besten vor dem Kauf den Hund ausmessen oder direkt ins Geschäft mitnehmen. Der Vier­beiner sollte bequem aufrecht sitzen können im Anhänger, aber auch die Möglichkeit haben, sich hinzulegen. Für Hunde, die nicht gut oder lange stillhalten können, sind Anhänger fürs Fahrrad weniger gut geeignet. Denn wenn sich das Tier darin zu viel bewegt, kann der Anhänger instabil werden und kippen.

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Natürlich spielt auch der Komfort für den Hund während der Radtour eine wichtige Rolle: Der Anhänger sollte nach Möglich­keit sowohl über ein Insektengitter als auch über eine wasserdichte Plane verfügen. Auch eine gute Federung ist von Vorteil. Eine integrierte Leine im Inneren des Anhängers sorgt für zusätzliche Sicherheit und Stabilität während der Fahrt. Die Leine sollte immer an einem Brustgeschirr festgemacht werden und nicht am Halsband. Die Ein- und Aus­gänge des Fahrradanhängers sollten sich fest verschließen lassen.

Praktisch ist, wenn sich der Anhänger nach der Benutzung möglichst klein machen und gut ver­stauen lässt. Vor allem Radfahrer, die gerne längere Touren mit dem Anhänger machen und einen schwereren Hund haben, sollten darauf achten, dass der Anhänger möglichst wenig Eigengewicht hat. Um Unfälle zu vermeiden, unbedingt die Maximalbelastung des Anhängers beachten.

Bevor es mit dem Vierbeiner gemeinsam auf große oder kleine Radtour geht, sollte man allerdings genügend Zeit für die Eingewöhnung einplanen. Während manche Hunde sofort freudig in den Anhänger springen, finden andere den fahrbaren Untersatz anfangs etwas komisch.

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Natürlich spricht nichts dagegen, den Hund vorübergehend oder während klei­nerer Radtouren nebenher am Fahrrad laufen zu lassen. Allerdings sollte man als Halter dabei ein paar Sachen be­ach­ten. Grund­sätzlich gilt: Der Trab ist die Gang­art, in der Hunde längere Strecken zurück­legen können. Wie für ihre Ver­wandten, die Wölfe, ist der Galopp keine Dauer­gangart und erschöpft die Tiere schneller. Es sollten nur ausge­wachsene, gesunde Hunde am Fahrrad laufen. Vor allem Hunde, die an Gelenk­schmerzen oder Herz-Kreis­lauf­-Erkran­kungen leiden, sollten lieber in einem Anhänger fahren. Auch Welpen oder Jungtiere bis zu 18 Monate sollten nicht am Fahrrad mitlaufen, da sie sich noch im Wachstum befinden. Alte oder über­gewichtige Hunde und sehr schwere Rassen sind nicht fürs Laufen am Fahrrad geeignet, da die Gelenke sonst sehr stark belastet werden.

Auch kleine Hunderassen können grund­sätzlich bei guter gesundheitlicher Ver­fassung und bei gemäßigten Tempera­turen am Rad mitlaufen. Viele Vierbeiner können jedoch nicht so schnell oder lange laufen, wie es für eine Radtour nötig wäre. Zudem besteht ein erhöhtes Hitzschlag-Risiko, deswegen bei kleinen Hunden besonders aufpassen. Die indi­viduelle Fitness des Vierbeiners spielt dabei auch eine Rolle. Ebenso wie das Wetter: So schön es für den Menschen ist, aber an einem warmen Sommertag ist es für Hunde eine Tortur, am Rad zu laufen. Dann ist der Vierbeiner am besten in einem kleinen Hundeanhänger oder Korb aufgehoben.

Info

Rad &  Tour 2022

Die vierte Ausgabe des Fahrradmagazins ist wieder in Zusammenarbeit mit dem ADFC Bremen entstanden. 22 Touren bieten Radvergnügen in Bremen und Niedersachsen mit ausführlichen Streckeninformationen, Ausflugstipps, praktischen Karten und GPS-Daten zum Herunterladen. Ob für Freizeitradler, Familien mit Kindern oder erprobten Tourenradlern – in dem Heft ist für alle etwas dabei. Erhältlich im Handel, unseren Zeitungshäusern, auf www.weser-kurier.de/shop und telefonisch unter 0421 / 36 71 6616. 118 Seiten, 9,80 Euro.

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