Einbahnstraße

Wall wird zu Rad-Premiumroute

Fünf Millionen Euro für den Radverkehr: Die Straße Am Wall wird zu einer Fahrradpremiumroute und damit zur Einbahnstraße. Von der AOK-Kreuzung geht es für Autos dann nur noch in Richtung Ostertor.
19.06.2020, 10:00
Lesedauer: 2 Min
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Wall wird zu Rad-Premiumroute
Von Pascal Faltermann
Wall wird zu Rad-Premiumroute

Die neue Fahrspur für Radfahrer am Wall soll vom Individualverkehr baulich abgegrenzt und rot gekennzeichnet werden.

Pascal Faltermann

Der Wall-Ring in der Innenstadt wird umgestaltet und zur Fahrrad-Premiumroute. Aus dem bisher zweispurigen Wall soll eine Einbahnstraße werden, die jetzige Fahrspur zu den Wallanlagen hin werde künftig komplett als Spur für den Radverkehr genutzt werden, teilt das Bremer Verkehrsressort am Freitag mit. Ein entsprechendes Beteiligungsverfahren für die Veränderung werde ab sofort gestartet. Insgesamt fünf Millionen Euro kostet das Vorhaben.

Um den Standard für Fahrrad-Premiumrouten zu schaffen, soll die Fahrspur zudem von der Spur für den Individualverkehr baulich abgegrenzt und rot gekennzeichnet werden. Damit erhält Bremen seine erste Protected Bike Lane. Der Autoverkehr soll von der AOK-Kreuzung in Einbahnstraße bis zum Ostertor geführt werden.

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„Mit dem Wall-Ring verbessern wir die Erreichbarkeit des örtlichen Handels und der Innenstadt für den klimaneutralen Fahrrad- und Fußverkehr. Wir schaffen eine schnelle und komfortable Radverbindung, sichern den Fußweg, erleichtern die Querung des Walls, erhalten dabei die Bäume und erhöhen so zusammen die Aufenthaltsqualität vor Ort", sagt Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne). Der Umbau des Walls habe zudem in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten mit einer gesamten Investitionssumme von rund fünf Millionen Euro eine "konjunkturelle Wirkung".

Laut Behörde werde das Bundesumweltministerium den Ausbau der Fahrradroute fördern, die als Ring über die Wallanlagen um die Innenstadt herum verläuft. Die Förderung kommt aus dem Bundeswettbewerb „Klimaschutz durch Radverkehr“ im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Mit der Förderung des Modellprojekts werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Baukosten übernommen. Insgesamt konnten so 3,8 Millionen Euro Bundesmittel eingeworben werden, die Gesamtkosten liegen bei etwa fünf Millionen Euro. Die Bremer Eigenmittel wurden bereits Anfang Mai von der Verkehrsdeputation freigegeben. Mit dem Umbau soll im Sommer 2021 begonnen werden, sodass das Projekt im Herbst 2022 fertiggestellt ist.

Die sogenannte Fahrrad-Premiumroute D15 soll über die Innenstadt hinaus weiter bis nach Blumenthal führen. Die Strecke wurde im Jahr 2015 als eine von neun Radpremiumrouten im Verkehrsentwicklungsplan festgelegt, der die Grundlage für die strategische Verkehrsplanung in Bremen bis zum Jahr 2025 ist.

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