Männer greifen Polizeiautos und Passanten an Randale nach WM-Spiel

Bremen. Randalierer haben nach dem WM-Finale in Bremen zwei Streifenwagen angegriffen. 30 bis 40 junge Männer umringten einen Einsatzwagen und schlugen auf ihn ein. Die Beamten konnten sich in Sicherheit bringen. Daraufhin griffen die Männer mehrere Passanten an.
14.07.2014, 12:56
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Bremen. Randalierer haben nach dem WM-Finale in Bremen zwei Streifenwagen und mehrere Passanten angegriffen.

Nach dem Spiel füllten sich der Vegesacker Bahnhofsplatz und die umliegenden Straßenzüge mit Feiernden. Darüber hinaus bildeten sich Autokorsos. Nach Angaben der Polizei war die Stimmung zunächst friedlich.

Plötzlich liefen jedoch 30 bis 40 junge Männer auf einen Streifenwagen in der Alten Hafenstraße zu, in dem Polizeikräfte die Feierlichkeiten beobachteten. Nach Angaben der Polizei wurde die Beifahrertür unvermittelt aufgerissen, auf den Wagen wurde aggressiv eingetreten.

Die Angreifer schlugen auch die Heckscheibe des Streifenwagens ein. Der Besatzung gelang es, weiteren Angriffen der wütenden Gruppe zu entkommen. Ein weiterer Streifenwagen wurde ebenfalls von einer Gruppe umringt. Es wurde versucht, das Fahrzeug aufzuschaukeln, um es vermutlich umzukippen, obwohl sich die Polizisten noch in dem Wagen befanden.

Die Beamten mussten sich und die beiden stark beschädigten Einsatzfahrzeuge in Sicherheit bringen. Daraufhin griffen die Männer mehrere Passanten an. Laut der Polizei-Pressestelle attakierte die Gruppe die Passanten mit Faustschlägen und Tritten.

Viele der Angegriffenen flüchteten sich in eine Gaststätte am Bahnhof und verbarrikadierten letztendlich die Tür, um die Angreifer abzuwehren. Das Lokal wurde daraufhin mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen. Um der Situation Herr zu werden, mussten die Polizeikräfte aus Bremen-Nord Unterstützung aus der Innenstadt anfordern.

Durch die Angriffe wurden zwei Personen leicht verletzt. Sie erlitten Prellungen im Gesicht und Schnittverletzungen an den Händen, die im Krankenhaus ambulant behandelt wurden.

Die Polizei Bremen hat die Ermittlungen wegen Landfriedensbruch aufgenommen. Weitere Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer (0421) 362-3888 zu melden. (wkd/dpa)

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