Reaktionen zum Urteil

Bremen (mic). „Ich begrüße dieses Urteil sehr, da es uns inhaltlich und in unserer Rechtsauffassung in allen Punkten bestätigt“, kommentierte Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz gestern die Entscheidung des Bremer Verwaltungsgerichtes. „Als viertgrößter europäischer Containerhafen stellt Bremerhaven mit dem Bau des Tunnels die Weichen für die Zukunft der Häfen.
03.09.2013, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Reaktionen zum Urteil
Von Ralf Michel

„Ich begrüße dieses Urteil sehr, da es uns inhaltlich und in unserer Rechtsauffassung in allen Punkten bestätigt“, kommentierte Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz gestern die Entscheidung des Bremer Verwaltungsgerichtes. „Als viertgrößter europäischer Containerhafen stellt Bremerhaven mit dem Bau des Tunnels die Weichen für die Zukunft der Häfen. Eine stabile Verkehrsanbindung sichert den Hafenumschlag sowie bestehende Arbeitsplätze und schafft neue Jobs.“ Zudem würde der Bau des Hafentunnels die Anwohner der Cherbourger Straße in hohem Maße vom Verkehrslärm befreien und auch die Schadstoffbelastung durch Abgase erheblich senken.

Als „wichtigen Schritt für die schnelle und staufreie Verkehrsanbindung der Häfen an die Autobahn 27“ würdigte Bremens Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Martin Günthner, das Urteil. Alle Prognosen gingen davon aus, dass die Umschlagszahlen in den Häfen weiter stiegen. „Deshalb ist der Hafentunnel ein Kernstück, um das Verkehrsangebot bedarfsgerecht weiter zu entwickeln.“

Zufrieden äußerte sich auch Wolfgang Golasowski, Staatsrat beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, zum Urteil des Verwaltungsgerichtes. „Wir nehmen zur Kenntnis, dass das Gericht die Rechtmäßigkeit des Planfeststellungsbeschlusses vollumfänglich bestätigt hat.“ Damit stünde dem Projekt planungsrechtlich nichts mehr im Wege. Bremerhaven könne nach Verstreichen der Berufungsfrist von seinem Recht auf Sofortvollzug Gebrauch machen und noch in diesem Jahr mit den Rodungsarbeiten beginnen.

Alles andere als zufrieden über das Urteil meldete sich dagegen Malte Grotheer zu Wort, der Fraktionsvorsitzende der Wählervereinigung Bürger in Wut in der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung: „Wir bedauern die Entscheidung, denn wir hätten uns gewünscht, dass die Richter dem Millionengrab Hafentunnel eine Absage erteilen. Wir hoffen, dass die Tunnelgegner in der nächsten Instanz obsiegen.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+