130 Mitarbeiter betroffen

Real im Weserpark geht, Edeka kommt

Der Realmarkt im Weserpark schließt Anfang kommenden Jahres. Etwa 130 Mitarbeiter sind von diesem Supermarktwechsel betroffen. Möglichkeiten einer Weiterbeschäftigung sind noch nicht bekannt.
18.11.2019, 20:12
Lesedauer: 2 Min
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Real im Weserpark geht, Edeka kommt
Von Peter Hanuschke
Real im Weserpark geht, Edeka kommt

Im Weserpark steht ein Wechsel an: Der Real-Markt schließt am 1. Februar. Auf einen Teil der Fläche zieht der Discounter Edeka, einen anderen Teil wird die Drogeriekette Müller nutzen.

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Edeka zieht bekanntlich in den Weserpark ein; dafür verlässt der Real-Markt das Einkaufszentrum. Der letzte Verkaufstag soll am 1. Februar sein. Von der Schließung sind etwa 130 Mitarbeiter betroffen. Das bestätigte Verdi auf Nachfrage dem WESER-KURIER. Inwieweit die Mitarbeiter die Möglichkeit für eine Weiterbeschäftigung an diesem Standort bekommen, ist der Dienstleistungsgewerkschaft zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Die ersten Kündigungen seien ausgesprochen.

Inwieweit es einen direkten Zusammenhang zwischen dem geplanten Verkauf aller Real-Märkte in Deutschland durch den Metro-Konzern und der Schließung im Weserpark gibt, dazu gab es von offizieller Seite keine Stellungnahme. Dass sich Metro von allen 286 Real-Märkten mit etwa 34 000 Beschäftigten trennen will – vier gibt es in Bremen und 33 in Niedersachsen –, das hatte der Konzern bereits im September vergangenen Jahres angekündigt. Metro will sich nach eigenen Angaben ausschließlich auf das Geschäft mit Großhandelskunden fokussieren. Das Bundeskartellamt hatte sein grundsätzliches Okay für den Verkauf an den Immobilien-Investor Redos vor sechs Wochen gegeben. Im Mai hatten sich Metro und Redos über den Verkauf geeinigt. „Der gesamte Verkaufsprozess läuft aber noch“, sagte ein Redos-Sprecher am Montag auf Nachfrage.

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Das Gesamtkonzept vom Investor Redos sieht drei verschiedene Bereiche vor. So soll ein Kernbestand von Real-Märkten weiterhin betrieben werden. Ein anderer Teil der Real-Märkte, die schon der Metro-Konzern vor einem Jahr dafür vorgesehen haben soll, soll geschlossen werden. Die weitaus größte Gruppe soll an Marktwettbewerber wie Edeka, Rewe, Kaufland und Globus weiterverkauft werden. In verschiedenen Medienberichten ist in diesem Zusammenhang von 180 Standorten die Rede.

Den Mietvertrag im Weserpark hatte Edeka bereits im Mai unterschrieben. Der Markt soll mit einer Verkaufsfläche von 6500 Quadratmetern rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 2020 eröffnen, teilte Edeka Minden-Hannover mit. In dem Vollsortimenter mit mehr als 50 000 Artikeln will das Unternehmen auch das neue Großflächen-Konzept „Edeka-Genusswelt“ umsetzen. Dabei geht es um integrierte größere Gastronomiebereiche als sonst üblich in Edeka-Märkten.

Die Fläche des jetzigen Real-Marktes werde geteilt, so Monika Mehrtens, Center-Managerin vom Weserpark. Neben Edeka wird die Drogeriekette Müller die Fläche nutzen. Für einen kleineren Teil stehe der Nutzer noch nicht fest.

Das Edeka-Center im Weserpark wird das dritte in Bremen sein. „Bremen ist seit Jahren einer der Schwerpunkte unserer Expansionsarbeit“, so Lars Brennecke von Edeka Minden-Hannover.

++ In einer vorigen Version hatten wir geschrieben, dass der 31. Dezember 2019 der letzte Verkaufstag des Real-Marktes sein wird. Richtig ist, dass der Laden erst am 1. Februar 2020 zum letzten Mal seine Türen öffnet. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. ++

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