CDU-Politiker starten Initiative „Das Viertel muss leben“ Reden statt klagen

Bremen. Die Diskussion um Anwohnerbeschwerden wegen Lärmbelästigung im Viertel nimmt weiter an Fahrt auf. Nun schalten sich auch CDU-Kreisvorsitzender Jens Eckhoff und sein Parteikollege Michael Jonitz in die Debatte mit ein.
30.04.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von THILO NEUMANN

Die Diskussion um Anwohnerbeschwerden wegen Lärmbelästigung im Viertel nimmt weiter an Fahrt auf. Nun schalten sich auch CDU-Kreisvorsitzender Jens Eckhoff und sein Parteikollege Michael Jonitz in die Debatte mit ein. Am Mittwoch präsentierten sie im Eiscafé Ferrari am Steintor ihre Initiative unter dem Motto „Das Viertel muss leben“, mit der sie für eine offene Gesprächskultur zwischen Anwohnern und Gastronomen werben.

„Wir bedauern, dass sich die Streitkultur im Viertel geändert hat“, sagt Eckhoff. Anstatt das direkte Gespräch zu suchen, würden einige verärgerte Anwohner Rechtswege einleiten, wenn sie sich von Kneipenlärm oder Musik gestört fühlten. Eckhoff: „Der Weg über die Gerichte ist nicht der Richtige.“ Er plädiert für einen Runden Tisch, an dem alle Betroffenen zusammenkommen und Lösungsansätze diskutieren. Eckhoff betont, dass solche Treffen ergebnisoffen geführt werden sollten. „Die Beschwerdeführer müssen gehört werden“, so der Unions-Politiker. Als neutraler Moderator könne das Ortsamt fungieren.

Um die Kampagne bekannt zu machen, ließen Eckhoff und Jonitz 10 000 Bierdeckel bedrucken, die im Viertel verteilt werden. Ein CDU-Logo fehlt auf den orangenen Deckeln. Jonitz: „Wir sind Viertel-Liebhaber. Uns geht es um die Sache, nicht um Politik.“ Sie hoffen, dass sich Unterstützer mit den Bierdeckeln im Viertel fotografieren und die Bilder unter www.dasviertelmussleben.de veröffentlichen.

Eiscafé-Besitzer Marco Ferrari und Paulina Solar, Betreiberin des Wein-Café Engel, begrüßen die Initiative. Sie plädieren für mehr Nachsicht bei denen, die sich durch nächtlichen Lärm gestört fühlen. „An schönen Sommerabenden wollen die Gäste auch mal länger draußen sitzen“, sagt Solar. Sie spreche ihre Gäste darauf an, wenn es doch einmal lauter werde. „Das ist für uns aber nicht angenehm“, ergänzt Ferrari, „wenn wir sagen müssen: Entweder setzt ihr euch rein oder ihr geht.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+