Reformpaket gegen Kindesmissbrauch

Verfolgungsdruck soll höher werden

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat ein Reformpaket vorgelegt, dass eine bessere Bekämpfung von Kindesmissbrauch und Kinderpornografie zum Ziel hat
11.07.2020, 08:00
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Verfolgungsdruck soll höher werden
Von Norbert Holst
Verfolgungsdruck soll höher werden

Hat ihr Reformpaket jetzt vorgestellt: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht.

Christina Kuhaupt

Bremen. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will den Verfolgungsdruck auf Sexualstraftäter erhöhen, die Kinder missbrauchen. „Ein hoher Verfolgungsdruck ist ganz wichtig, um den Tätern klarzumachen: Ihr könnt euch keine Minute sicher sein“, sagte die SPD-Politikerin im Interview mit dem WESER-KURIER. So sollen sich Ermittler verdeckt Zugang zu einschlägigen Chatgruppen im Darknet verschaffen können. Dieser abgeschirmte Bereich des Internets gilt als Tauschbörse für Kinderpornografie.

Zur Bekämpfung von Kindesmissbrauch und Kinderpornografie hat Lambrecht jetzt ein Reformpaket vorgelegt. Es sieht auch höhere Strafen für Täter vor. Mit der Novellierung soll ein „gesetzlicher Widerspruch“, so die 55-Jährige, behoben werden. Es gebe künftig nicht mehr den sogenannten minderschweren Fall bei schwerem Kindesmissbrauch. Lambrecht: „Natürlich muss sich das Unrecht dieser fürchterlichen Taten auch in den Strafen abbilden.“

Die Ministerin war auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten und Finanz-Staatssekretärin Sarah Ryglewski in Bremen zu Gast. Sie nahm an einer Diskussion teil und stattete dem WESER-KURIER einen Besuch ab.

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