Bremerin schreibt über Bettwanzen, Fernweh und Heimatgefühle

Reisebuch mit 101 Tipps für Weltenbummler

Wandern im Himalaya, Schnorcheln in Indonesien und Pinguine beobachten in Patagonien – Aylin Krieger hat gemeinsam mit ihrem Mann das Buch „101 Dinge, die ein Weltenbummler wissen muss“ geschrieben.
16.12.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Isabel d'Hone

Wandern im Himalaya, Schnorcheln in Indonesien und Pinguine beobachten in Patagonien – Aylin Krieger hat gemeinsam mit ihrem Mann das Buch „101 Dinge, die ein Weltenbummler wissen muss“ geschrieben.

Wandern im Himalaya, Schnorcheln mit Schildkröten in Indonesien und Pinguine beobachten in Patagonien – dies sind nur drei Erlebnisse, die Aylin Krieger (31) mit ihrem Ehemann während ihrer 18 Monate langen Weltreise erlebt hat. Zurück in Deutschland schrieben sie gemeinsam das Buch „101 Dinge, die ein Weltenbummler wissen muss“. Darin geben sie Tipps zur ­Reiseplanung, Ausrüstung und Bekämpfung von Bettwanzen. Außerdem beschreiben sie, wie Reisen das Leben verändert und was Heimat für sie bedeutet.

„Das Buch gibt wichtige Hinweise zum Reisen“, sagt Aylin Krieger. „Dann gibt es noch einige übergeordnete Themen, die uns sehr wichtig sind, beispielsweise das Kapitel über Kultur und Postkolonialismus. Wir möchten, dass die Menschen nicht nur Sightseeing machen, sondern auch das Land erleben.“ Das Nachschlagewerk ist nach 101 verschiedenen Stichwörtern geordnet und muss nicht chronologisch gelesen werden. Zwischendurch finden sich immer wieder Anekdoten und Fotos der beiden von ihren unterschiedlichen Reisen. Anders als der Titel vermuten lässt, ist das Buch nicht nur für Langzeitreisende gedacht. „Es ist für jeden geeignet, der gerne reist“, sagt Krieger. „Wir geben nützliche Tipps und Anregungen über die verschiedensten Themen.“

Aylin Krieger kommt aus Bremen und studierte an der Universität Kulturwissenschaft, Arbeitswissenschaft und Soziologie. Sie und ihr Ehemann Stefan Krieger lernten sich 2008 in Mexiko kennen und erprobten dort das gemeinsame Reisen. Nach ihrem Studium arbeiteten sie in Hamburg. „Damals haben wir überlegt, eine Wohnung zu kaufen, weil wir beide Ende 20 waren“, sagt die 31-Jährige. „Wir schrieben eine Liste mif fünf Dingen, die wir im Leben noch machen möchten. Bei uns beide stand fest, dass wir die Welt sehen wollen.“ Daraufhin kündigten beide 2013 ihre Festanstellungen.

Insgesamt bereisten sie in den eineinhalb Jahren 15 Länder, darunter Thailand, Indonesien, Kolumbien und Chile. „Wir sind in jedem Land vier Wochen geblieben“, sagt Krieger. „In Indonesien und Nepal waren wir sogar zwei Monate. Man stellt sich die Länder auf einer Landkarte immer viel kleiner vor als sie wirklich sind.“ Das Reisen mit nur zehn Kilogramm Gepäck habe ihnen gezeigt, wie wenig sie wirklich zum Leben brauchen. Außerdem lerne man seine eigenen Grenzen kennen. „Wir hatten eine Lebensmittelvergiftung und Bettwanzen. Solche Abenteuer schweißen zusammen“, sagt Krieger.

Bremen habe, das hat sie gelernt, im ­Vergleich zu anderen Städten eine hohe Lebensqualität. So könne sie beispielsweise überall mit ihrem Fahrrad hinfahren. An vielen anderen Orten sei man nicht so mobil. „Durch das Reisen habe ich gemerkt, wie bremisch ich bin“, sagt sie und lacht. „Das ist vielleicht klischeehaft, aber ich vermisse den Freimarkt und Grünkohl mit Pinkel.“ Ihre nächsten Urlaubsziele hat das Paar bereits im Blick. „Island und Grönland sind ein Traum von uns.“

Das Buch „101 Dinge, die ein Weltenbummler wissen muss“ von Aylin und Stefan Krieger ist beim Bruckmann Verlag erschienen und kostet 14,99 Euro.

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